100,5 Benefizschwimmen: 66.016 Bahnen in 14 Stunden

100,5 Benefizschwimmen : 66.016 Bahnen in 14 Stunden

Noch bevor das Event überhaupt begann, stand fest: Das Benefizschwimmen muss ein Riesenerfolg werden. Mehr als 1000 Begeisterte hatten sich für den guten Zweck bereits im Vorfeld über ein neues Online-Tool angemeldet.

Viele weitere kamen spontan in die Ulla-Klinger-Halle, und einige machten sogar mit, obwohl sie gar nichts vom Event wussten: „Wir hatten Senioren hier, die jeden Morgen zum Schwimmen vorbeikommen“, berichtete Imad Laadim, Event-Manager bei 100,5. Und auch sie waren schnell zu begeistern und zogen ehrgeizig besonders viele Bahnen. Alles für den guten Zweck. Denn beim fünften Benefizschwimmen von 100,5 – das Hitradio gehen pro geschwommener Bahn 20 Cent an hilfsbedürftige Einrichtungen.

Von sieben Uhr morgens bis 21 Uhr wurde gezählt. Vereine, Schulklassen und Einzelpersonen, vom Athleten bis hin zum Hobbyschwimmer sprangen ins Becken, während draußen Schneetreiben und Chaos auf den Straßen herrschte. „Man hätte draußen auch ein Benefizrodeln veranstalten können“, scherzte ein Teilnehmer. Besonders Schulklassen seien ganz heiß aufs Schwimmen: „Bis Mittag waren es elf Schulklassen, die ihren regulären Schwimmunterricht zum guten Zweck betrieben haben“, so Laadim. Das freut auch die Aachener Bank als Hauptsponsor des Events. Skoda Jacobs Automobile, die Stadt Aachen und das Uniklinikum legten als Nebensponsoren nochmals eine Summe „on top“ und ermöglichten so das Event.

Unter den Teilnehmern waren dieses Jahr wieder einige Promis wie Alemannia-Spieler Kai Bösing und Sebastian Schmitt. Auch Tänzer Andreas Maintz, bekannt geworden durch „Das Supertalent“, sprang ins Wasser, ebenso wie 15 Mitarbeiter der Aachener Bank. Vertreten waren auch die Bundeswehr, Polizei, DLRG, die Aachener Hochschulen und natürlich die 100,5-Moderatoren selbst.

Michael Wetzels, Geschäftsführer bei Skoda Jacobs Automobile, und sein Kollege aus dem Verkauf, Dirk Nitschke, haben es sich ebenfalls nicht nehmen lassen für den guten Zweck nass zu werden. Wetzels plagte zuvor eine hartnäckige Grippe. „Doch der Arzt gab glücklicherweise das okay“, erzählte er. So ging es ganz ohne Training ins Wasser und nach exakt 100,5 geschwommen Bahnen hatte er sein persönliches Ziel erreicht.

Besser vorbereitet hatten sich hingegen Alessa Knur und Benedikt Baumann. Beide gehen regelmäßig schwimmen. „Eine Freundin hat mich mit angemeldet“, sagte Baumann, doch wäre er auch so mitgekommen. Denn der 22-Jährige nutzt neben dem guten Zweck die Gelegenheit, um sich auf den abgesperrten Bahnen für den „Indeland Triathlon“ vorzubereiten, wo er zum ersten Mal teilnehmen möchte. Für die 26-jährige Musikstudentin stand besonders die Bewegung im Vordergrund: „Ich würde jedem raten, hier mitzumachen, weil wir uns im Alltag ohnehin viel zu wenig bewegen“, empfahl sie. „Es hält fit, und bei Musik entsteht eine gute Stimmung im Wasser, das motiviert.“ Außerdem bemerkte sie: „Wieso denn nicht für jemanden schwimmen, der es auch braucht?“ Und genau darum geht es beim Benefizschwimmen.

Denn der Erlös kommt Kindern im 100,5-Revier zugute und geht in diesem Jahr an den Kinderschutzbund Aachen, den Verein „breakfast4kids“, das Kinder- und Jugendhospiz Aachen und an ein Projekt der Stiftung Universitätsmedizin Aachen zur Unterstützung von Eltern, deren Kinder mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zur Welt kommen.

In den Vorjahren konnten bereits knapp 90.000 Euro für den guten Zweck gesammelt werden, und dank der großartigen Unterstützung konnte in diesem Jahr ein neuer Rekord aufgestellt werden: 66.016 Bahnen in 14 Stunden.

Gemeinsam wurde damit eine Spendensumme von 13.203,20 Euro erschwommen. Wegen der großen Bereitschaft aller Teilnehmer Gutes zu tun, hat die Aachener Bank eG den Betrag auf 20.000 Euro aufgestockt und mit weiteren Vor-Ort-Spenden kam ein Gesamtbetrag von 20.669,30 Euro zusammen.

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