Aachen: 50.000 Euro warten auf pfiffige Investoren

Aachen: 50.000 Euro warten auf pfiffige Investoren

Plötzlich 50.000 Euro in der Tasche zu haben, ist für die meisten ein ungewohntes Gefühl. Und jeder hat andere Vorstellungen, was man mit dem Geld alles kaufen könnte. Oder sollte man das Vermögen doch besser anlegen?

Den gut 450 Schülern von Aachener Schulen, die am Planspiel Börse der Sparkasse Aachen teilnehmen, bleibt nur diese Möglichkeit. Denn während der nächsten zehn Wochen werden sie fiktive 50.000 Euro anlegen und versuchen, daraus ein noch größeres Kapital zu erwirtschaften.

86 Teams angemeldet

Insgesamt 86 Teams mit jeweils fünf bis sieben Mitgliedern haben sich zur 28. Spielrunde gemeldet. Nun sind Strategien gefragt. Legt man besser in Investmentfonds oder festverzinslichen Wertpapiere an? „Das wird aufreibende Diskussionen geben”, ist sich Svenja Kirchhoff, Spielbetreuerin in Aachen, sicher.

Doch das ist auch gut so, schließlich sollen während des Planspiels nicht nur wirtschaftliche Fähigkeiten geschult, sondern auch Teamgeist, Rollenverteilung, Kompromissbereitschaft und Entscheidungsfindung gefördert werden.

Wertpapierberater Timo Steinbusch gibt während der Einführung noch den Tipp, auf die Psychologie der Medien zu achten, denn die hätten, wie auch Aktionäre und Makler, einen großen Einfluss auf das Geschehen an der Börse. „Wichtig ist auch die Nachhaltigkeit”, betont Timo Steinbusch und erinnert an die drei Komponenten Ökologie, Ökonomie und Soziales, an denen sich Unternehmen orientieren.

Aus 175 Wertpapieren, die Experten und Lehrer ausgewählt haben, können die Schüler nun wählen. Drei Aufträge müssen mindestens erteilt werden, sonst wird das Team disqualifiziert. Am Ende des Spiels werden die besten zehn Teams der Depotgesamtwertung und das erstplatzierte Team des Nachhaltigkeitsrankings ausgezeichnet.

Geld nicht „einfach verzocken”

Das sollte jedoch kein Ansporn sein, „das Geld einfach zu verzocken”, sagt Svenja Kirchhoff. Es sei zwar nur ein Spiel, „dennoch solltet ihr bewusst mit dem Geld umgehen”, appelliert sie an die Schüler, die an ihren Schulen jeweils die Jahrgangsstufe 10 bis 13 besuchen.