Aachen: 50 Flüchtlinge drücken Alemannia die Daumen

Aachen : 50 Flüchtlinge drücken Alemannia die Daumen

Auf Gut Hebscheid hatten am Dienstag jugendliche Flüchtlinge allen Grund zur Freude. Die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen ermöglicht ihnen in Kooperation mit Alemannia Aachen einen Stadionbesuch auf dem Tivoli.

Die Alemannia lädt 50 Flüchtlinge und ihre Begleiter zum nächsten Heimspiel am Sonntag, 17. Mai, gegen den SC Verl ins Stadion ein. Die Tickets wurden am Dienstag auf Gut Hebscheid von den Spielern Niko Opper und Rafael Garcia überreicht.

„Wir zeigen den Flüchtlingen damit einen der emotionalsten Orte Aachens und sind sehr dankbar über die von Alemannia angebotene Kooperation“, sagt Hans- Joachim Geupel von der Bürgerstiftung Lebensraum. Die Bürgerstiftung finanziert zudem die Bewirtung der Flüchtlinge auf dem Tivoli und sieht dieses Projekt als einen Prozess mit der Chance für die Flüchtlinge, langsam heimisch zu werden und Wurzeln zu schlagen. Auch die Alemannia freut sich darüber, so ein Projekt unterstützen zu dürfen und entwickelt derzeit Ideen, abseits der Spieltage Kooperationsprojekte zu initiieren.

Die Idee für dieses Projekt hatte Hans- Joachim Geupel mit seinem Freund und Unterstützer Manfred „Manni“ Paul. Durch ihr gemeinsames Gärtnerhobby auf Gut Hebscheid wurden so beide Flüchtlingsinitiativen miteinander verbunden. Manfred Paul arbeitet bereits im dritten Jahr mit unbegleiteten Flüchtlingen dort und die Bürgerstiftung kümmert sich ebenfalls um eine Willkommenskultur für die junge Menschen. Die Hauptzielgruppe, um die sich Paul kümmert, sind jungen Flüchtlinge, denen keine Fördermittel aufgrund des Alters zustehen.

Derzeit sind 15 Flüchtlinge in einem Gartenprojekt tätig. Sie bauen Gemüse selber auf einem 400 Quadratmeter großen Acker an, den die Flüchtlinge selber liebevoll „Flüchtlingsacker“ genannt haben. Das angebaute Gemüse dient dem Eigenbedarf, und Überschüssiges wird an Wohngruppen von Flüchtlingen gegeben. „So können sie etwas zurückgeben, das sie selbst erwirtschaftet haben“, sagt Paul glücklich. Auch ein Bauwagen-Projekt steht im Fokus von Paul. In diesem Projekt möchte er aus drei Bauwagen Küche, Werkstatt und Aufenthaltsraum für die jungen Flüchtlinge entstehen lassen.

Mehr von Aachener Nachrichten