Aachen: 384 Mützen für Babys in aller Welt gestrickt

Aachen: 384 Mützen für Babys in aller Welt gestrickt

Mützen mit Mäusezähnchen, Ohrenklappen und bunten Bommeln: 384 bunte Kopfbedeckungen haben Aachener für die Kinderhilfsorganisation „Save the Children” gestrickt. Zum Weltstricktag hatte dazu das Aachener Wollfachgeschäft Görg und Görg aufgerufen, das für jede Mütze noch einmal fünf Euro an die Organisation spendet.

Dringend gebraucht werden Babymützen zum Beispiel auf Entbindungsstationen und in Frauenhäusern in der Dritten Welt. Die Kopfbedeckungen helfen, dass die Neugeborenen nicht zu viel Wärme über den Kopf verlieren und so weniger anfällig für Infektionskrankheiten sind.

So kann die Säuglingssterblichkeit gesenkt werden. Bundesweit beteiligten sich bereits im Vorjahr viele Geschäfte an der Strickaktion der „Initiative Handarbeit”.

Gute Wünsche für Empfänger

Angelika und Martin Görg informierten ihre Kunden über Mützenmodelle, kopierten Strickanleitungen und gaben Wollreste mit nach Hause. „Nicht nur unsere Kunden, auch viele interessierte Passanten und andere Leute waren schnell Feuer und Flamme”, freuen sich die Inhaber.

Gemeinsam mit Tochter Julia Babendreyer und den Mitarbeitern Birte Grünhage und Dagmar Krings hatten sie am Stricktag alle Hände voll zu tun, um den Ansturm zu bewältigen. „Mit diesem Erfolg hätten wir nicht gerechnet.”

Vom fünfjährigen Mädchen, das gemeinsam mit der Oma ein Mützchen gehäkelt hat, bis zur älteren Dame, die gleich fünf Kopfbedeckungen gestrickt hat, haben verschiedenste Menschen einen Teil dazu beigetragen.

Unter dem Motto „Eine Mütze voll Leben” konnte jeder an seine Handarbeit ein kleines Zettelchen mit einem Gruß und guten Wünschen anheften. Die Übergabe der Sach- und Geldspenden erfolgt jetzt an die Berliner Zentrale von „Save the Children”. „Wir unterstützen diese Aktion so gerne, weil wir hier sicher sind, dass unsere Spenden auch ankommen”, betont das Ehepaar Görg.

„Da die Resonanz der Kunden so groß war, planen wir für das nächste Jahr eine Wiederholung”, versichert Martin Görg. Unter anderem einige Seniorengruppen hätten schon ihr Interesse bekundet, auch über die Aktion hinaus für die Kinder zu häkeln und zu stricken. „Das ist endlich mal ein konkreter, sinnvoller Zweck, wo man tatsächlich helfen kann”, erklärt Angelika Görg.

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