Aachen: 3600 Läufer beim B2Run-Firmenlauf: Das ist neuer Rekord

Aachen : 3600 Läufer beim B2Run-Firmenlauf: Das ist neuer Rekord

Die schweren, dunklen Wolken am Himmel verhießen nichts Gutes, aber die Läufer des diesjährigen Firmenlaufs B2Run kamen dennoch trockenen Fußes ins Ziel. Rund 3600 Läufer gingen an den Start, und das waren rund zwei Prozent mehr als im vergangenen Jahr — neuer Rekord. Bei gleichbleibender Zahl der Firmen haben sich die Teams also offensichtlich vergrößert.

Das Team von „Snowworld“ aus dem niederländischen Landgraaf ist inzwischen eines der größten und kommt schon zum dritten Mal. Marianne Zwanikken und ihre Freundin haben sich von den Schwärmereien ihrer Kollegen überzeugen lassen und sind mitgekommen. „Uns gefällt die tolle Atmosphäre“, sagen sie, während sie und ihr Team schon in den Startlöchern stehen.

Bürgermeisterin Margrethe Schmeer hat sich mit dem Moderator auf einer Hebebühne in die Höhe hieven lassen, um hoch oben mit der Glocke den Start freizugeben. Es dauert eine ganze Weile, bis alle Läufer die Startlinie überlaufen haben. „Lassen Sie es langsam angehen!“, rät der Moderator den Läufern in den hinteren Reihen. Eile ist offensichtlich völlig unnötig. Die Teilnehmer starten in Wellen, und die Zeit läuft erst dann, wenn die Startlinie überschritten wurde.

Die Stimmung ist gut an diesem Nachmittag: Der Firmenlauf B2Run baut auf ein eingespieltes Organisationsteam, das sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. So ist inzwischen auch der Steinkauz zu einem festen Bestandteil des Events geworden. Er brütet auch in diesem Jahr wieder an gewohnter Stelle, was schon im vergangenen Jahr eine leichte Änderung des Streckenverlaufs zur Folge hatte.

Das besondere Ambiente des Laufs lockt auch Teilnehmer aus Städten wie Köln. Das Team „Omexom“ reist von einem Firmenlauf zum nächsten. „Wir waren auch schon in München und in Dillingen“, erzählen die jungen Männer. Nach der schönsten Strecke befragt, sagen sie schmunzelnd: „Natürlich die in Köln.“

Der B2Run wird inzwischen in 17 Städten ausgetragen und funktioniert als Meisterschaft: Es gibt also die Möglichkeit, sich für das Finale in Köln zu qualifizieren. Das Teilnehmerfeld ist auch beim Auftakt der Veranstaltungsreihe in Aachen breit gefächert: Vom Ein-Mann-Unternehmen bis hin zu Großkonzernen. Gelaufen wird rund um die Soers mit Zieleinlauf im CHIO-Reitstadion. Überall an der 5,2-Kilometer langen Strecke stehen Zuschauer, um ihr Team anzuspornen. Überhaupt hat sich die Fläche rund um Tivoli und Reitstadion in ein kleines Zeltdorf verwandelt. Hier soll laut Veranstaltern bei der After-Run-Party noch kräftig gefeiert werden.

Und noch eines ist den Organisatoren laut Geschäftsführer Lars Gerling wichtig. „Uns liegt eine neutrale Klima-Bilanz des Laufs am Herzen“, sagt er. Und so sollen Klimaschutzprojekte in Mali und Costa Rica helfen, das in Aachen anfallende C02 zu kompensieren. Für den B2Run in Aachen heißt das: Es fallen laut Experten rund 50 Tonnen CO2 an. Um die zu kompensieren, müsste ein Ein-Personenhaushalt 259 Jahre lang aufs Fernsehen verzichten.

Und nach nicht einmal 20 Minuten kamen die ersten Läufer ins Ziel. Die schnellste Frau war Astrid Vliegen, Aerox AG, mit 20:26. Bei den Männern hatte Martin Pelzer, ETC Deutschland, die Nase vorn mit 17:22. Das schnellste männliche Team war die „StreetScooter GmbH“ und Susanne Baltes, Worldline Germany, war die schnellste Cefin, 24:26.

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