Aachen: 2345 Kilometer im Wasser zurückgelegt

Aachen : 2345 Kilometer im Wasser zurückgelegt

Nicht nur einer, sondern gleich zwei deutsche Rekorde sind am Wochenende in Aachen gebrochen worden. Beim 24-Stunden-Schwimmen in der Osthalle stellten die Schwimmer mit jeweils 80 Kilometern geschwommener Distanz neue Bestleistungen bei den Frauen und bei den Männern auf.

Die bisherigen Rekorde wurden damit deutlich übertroffen, aber auch die Gelegenheitssportler unter den Schwimmern kamen beim Wettbewerb auf ihre Kosten.

Als es am Samstag um Punkt 12 Uhr endlich losging, war noch nicht abzusehen, ob die bisherigen Bestleistungen geknackt würden. „Im Kern sind etwa 30 Schwimmer aus ganz Deutschland zum Rekordversuch hierher gekommen“, wie Organisator Jochen von Arnim schon kurz nach dem Start bestätigte.

Zusammen mit mehr als 80 ehrenamtlichen Helfern der beiden Schwimmvereine Aachener SV und Brander SV sorgte er für einen reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs. „Die Ambitionierten sind schon direkt am Anfang gestartet, andere kommen dann später vielleicht nach der Sportschau dazu. Das macht den Charakter dieser Veranstaltung aus“, erklärte von Arnim.

Für die Extrem-Schwimmer bedeutete der Rekordversuch: Essen und Trinken direkt am Beckenrand, höchstens kurze Pausen im Wasser und ansonsten volle 24 Stunden durchhalten. Ein Kraftakt, den letztlich ungefähr ein halbes Dutzend Sportler tatsächlich geschafft hat. Darunter waren auch die beiden neuen Rekordhalter Vera Niemeyer aus Würselen und Andreas Suck aus Magdeburg. Als fest stand, dass sie die bisherigen Rekorde gebrochen hatten, legten die beiden die restliche Distanz bis zu den vollen 80 Kilometern gemeinsam zurück. Am Ende sind sie damit über 3200 Bahnen geschwommen.

Für viele Schwimmer war insbesondere der Nachtpokal ein Highlight dieser Veranstaltung. Von 2 bis 6 Uhr in der Früh galt es dabei, während dieser vier Stunden eine möglichst weite Strecke zurückzulegen. Diesen Wettkampf entschied Tim de Jong vom Brander SV mit einer Distanz von über 14 Kilometern für sich.

Dass auch jede zurückgelegte Strecke erfasst wurde, dafür sorgten jeweils zwei Helfer an jeder Bahn, die sowohl digital auf einem Tablet als auch auf Papier ständig mitzählten.

Mehr als 240 Teilnehmer

Insgesamt konnte Organisator von Arnim am Sonntag auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken. „Wir hatten über 240 Teilnehmer, die sich alle ihre eigenen Ziele gesteckt hatten. Das war optimal, so dass es kein Gedränge gab und alle genügend Platz hatten“, sagte er, abgekämpft, aber sichtlich zufrieden — nach mehr als 24 Stunden auf den Beinen.

Alle Schwimmer zusammen haben an diesem Wochenende schließlich eine Distanz von 2345 Kilometern im Wasser zurückgelegt. Dabei waren vom sechsjährigen Jungen bis zur 72 Jahre alten Frau alle vertreten, die Spaß am Wassersport haben. Und fest steht für die beiden Vereine schon jetzt: Im kommenden Jahr wird es wieder ein 24-Stunden-Schwimmen geben — und damit vielleicht auch neue Rekorde.

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