Aachen: 2000 Teilnehmer und ein neuer Rekord beim Lousberglauf

Aachen: 2000 Teilnehmer und ein neuer Rekord beim Lousberglauf

Schon vor dem Start war am Fuß des Lousbergs eine Menge los. Sportler und Zuschauer tummelten sich an vielen Ständen und fachsimpelten über das, was ihnen bevorstand. Denn leicht würde es nicht werden. Beim Lousberglauf mussten die Teilnehmer am Mittwoch von der Rütscher Straße hinauf zum Gipfel des „Teufelsbergs”.

Als Bürgermeister Marcel Philipp den Startschuss gab, machten sich rund 2000 Sportler im zügigen Tempo auf die 5555 Meter lange Strecke. Ganz vorne mit dabei war Vorjahressieger Mussa Hudrog. „Wer meint, auf dem ersten Kilometer der Schnellste sein zu müssen, wird bestimmt nicht gewinnen”, sagt Hudrog, der sich eigentlich weitgehend „vom Laufen zurückgezogen” hat. „Aber wenn der Lousberglauf ansteht, muss ich einfach mitmachen.”

So wie ihm ging es vielen. Für die Organisatoren und Teilnehmer ist das Rennen über den Berg ein „absoluter Kultlauf”, sagt Nico Sperle, Leiter des Hochschulsportzentrums, das den Lauf organisiert. „Die Identifikation mit dem Lauf ist sehr hoch. Ich habe schon von vielen gehört, dass sie mindestens einmal in ihrem Studium beim Lousberglauf mitmachen möchten”, sagt Lauforganisator Peter Lynen.

Beliebt ist der sportliche Wettstreit nicht nur bei den Studenten. Es laufen auch viele Aachener ohne direkten Bezug zur Hochschule mit. „Der Lauf ist neben dem CHIO und den Alemannia-Spielen das wichtigste Sportereignis in Aachen”, sagt Elke Ariens, städtische Hochschulbeauftragte.

Die Bewohner der Studenten-Türme in der Rütscher Straße unterstützten auch diesmal wieder das Hochschulsportzentrum mit 120 freiwilligen Helfern, die als Streckenposten oder bei der Startnummernausgabe halfen. Zusätzlich waren rund 100 Aktive des Sportreferats dabei: Die Kletterer hängten Start- und Zielbanner in die Bäume, die Rugby-Spieler sperrten den Zielbereich ab.

An der Spitze lieferten sich die Läufer ein heißes Rennen um den Sieg. Friedrich Schenk, der für das Aachener Hochschul-Team im Uni-Lauf-Cup NRW an den Start ging, war von Beginn an vorne mit dabei. „Es lief ganz gut. Auf der Geraden oben am Turm konnte ich mich etwas von meinen Verfolgern absetzen”, sagte Schenk.

Für den Sieg reichte es am Ende trotzdem nicht. Hamid Maaziz gewann in 16:42 Minuten (neuer Streckenrekord), zweiter wurde Rachid Ezzouniou (16:44 Minuten). Schenk kam in 17:17 Minuten als Dritter ins Ziel.

Bei den Damen gewann Titelverteidigerin und Streckenrekordlerin Veronica Pohl in 19:34 Minuten. Zweite wurde Nina Kunz (20:30 Minuten) vor Kristina Ziemons (20:38 Minuten). „Das war ziemlich anstrengend. Aber die Zuschauer haben uns super angefeuert, das war toll”, sagte Pohl.

Viele der Freizeitläufer sahen eher den Eventcharakter der Veranstaltung. Eine Gruppe lief zu fünft in einem Drachenkostüm. Ein anderes Team lief komplett in silbernen Anzügen. In ihrer Mitte trugen sie einen Grill mit Fleisch und Würstchen hinauf. Und das trotz der gewagten Konstruktion im flotten Laufschritt.

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