Aachen: 160 Jahre Oecher Penn auf fünf Schautafeln

Aachen : 160 Jahre Oecher Penn auf fünf Schautafeln

Da war Gastgeber Hubert Herpers baff: „So laut war es hier bei uns schon lange nicht mehr.“ Kein Wunder, schließlich marschiert eine ausgewachsene Stadtgarde nicht alle Tage mit der kompletten aktiven Mannschaft samt Spielmannszug in die Schalterhalle der Sparkasse am Elisenbrunnen ein.

Die Oecher Penn tat dies am Dienstagabend zur Ausstellungseröffnung anlässlich ihres 160-jährigen Bestehens — mit Dreispitz, Uniform, klingendem Spiel und Marketender-Tanzpaar. Und trotzdem war nicht alles so wie immer. Denn auf ihre Gewehre hatten die Penn-Soldaten verzichtet.

„Im Moment ärgert ihr euch vielleicht noch“, sagte Sparkassen-Vorstand Herpers mit Blick auf die „Gewehr“-Affäre vom Wochenende, als ein Penn-Soldat von der Polizei entwaffnet wurde. „Aber bald werdet ihr merken: Das hat euch bekannt gemacht. Sogar in China wurde über euch berichtet.“

Das wird die Ausstellung mit fünf Schautafeln, drei historischen Fahnen sowie uniformierten Schaufensterpuppen vermutlich nicht schaffen. Gleichwohl fasst sie komprimiert die 160-jährige Geschichte der Stadtgarde zusammen.

Und mehr noch: In einem Prolog geht das Ausstellungsteam um Penn-Archivar André Alzer sogar auf die Stadtmilizen ein, deren Einrichtung der Stadtrat am Heiligen Abend 1451 beschlossen hatte und in deren Nachfolge sich die Penn heute noch sieht. Die Ausstellung zeichnet im folgenden die Geschichte der Stadtgarde chronologisch nach und endet mit dem Jubiläumsabend zum 160-jährigen Bestehen im November 2016. Die „Gewehr-Affäre“ findet (noch) keine Erwähnung.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Januar zu sehen.

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