Aachen: 16,4 Grad am Samstag: Rekordtemperatur nicht geknackt

Aachen: 16,4 Grad am Samstag: Rekordtemperatur nicht geknackt

Menschen, die in kurzen Hosen durch die Gegend laufen oder Kaffee trinkend auf Terrassen sitzen, Autofahrer, die Tag um Tag das Cabriodach zurücklegen, ein Wald, der im Oktober-Blätterschmuck steht: November sieht normalerweise anders aus. Um wie viel anders?

Wetterdienst-Techniker Michael Eichner, in der sonnenüberströmten Wetterstation bei Orsbach sitzend, gibt genaue Auskunft.

„Insgesamt war der November wesentlich zu warm (plus drei Grad), zu sonnig (plus 30 Prozent) und zu trocken (nur 34 Millimeter Niederschlag, normal sind 74 Millimeter).“ Das ganze Jahr sei schon deutlich zu warm gewesen, im Mittel zwei Grad über dem langjährigen Durchschnitt.

Einzige Ausnahme, ausgerechnet: der Ferien- und Urlaubsmonat August, wo das Quecksilber 1,2 Grad unter dem Schnitt lag. Am Wochenende erreichten die Temperaturen maximal 16,4 Grad am Samstag, 16,0 am Sonntag. Der bisherige Rekordwert für einen Novembertag wurde damit nicht geknackt, der liegt nämlich bei satten 18,0 Grad am 29. November 1979 — es gab also auch früher schon Wärmephasen.

Wesentliche Änderungen der milden Witterung wird es in den nächsten Tagen nicht geben, die Temperaturen gehen auf zehn bis elf Grad zurück, am Dienstag und Mittwoch wird Regen einsetzen. Wenn es nachts aufklart, ist — jahreszeittypisch — mit Bodenfrost zu rechnen: „Der ein ander andere wird schon einmal gekratzt haben.“

Und wie sieht es mit den Aussichten für Weihnachten aus? Eichner gibt sich diplomatisch „Es gibt viele Meteorologen, die sich sehr früh und medienwirksam etwas zutrauen. Manchmal liegen sie sogar richtig. Der Deutsche Wetterdienst beteiligt sich daran nicht. Das wäre einfach unseriös.“

(hau)