15. NetAachen-Domspringen: Auf dem Katschhof zählt Millimeterarbeit

Vorbereitungen für das Stabhochsprung-Event : Auf dem Katschhof zählt Millimeterarbeit

Diese Sportstätte ist stets eine ganz besondere Herausforderung, aber zugleich eine lohnenswerte: Wenn am Mittwoch ab 15.30 Uhr Weltklasse-Stabhochspringer und -springerinnen Höhenluft auf dem Katschhof schnuppern, ist bereits eine Menge an Top-Leistungen erbracht.

Und dafür zeichnen die Techniker und Anlagenbauer verantwortlich. Marc Osenberg und Michael Leers sind ein eingespieltes Duo. Und das ist gut so, denn der Katschhof ist eine spektakuläre Kulisse, die es in sich hat. Wie einst auf dem alten Tivoli ist nämlich ein beträchtlicher Höhenunterschied zu überwinden, um eine ebene Sportfläche zu gewähren. Beträchtliche 1,20 Meter müssen vom Dom in Richtung Rathaus überwunden werden. Dies schafft Anlagenbauer Marc Osenberg mit scharfem Auge, jeder Menge Holz und Metall.

Selbst ein Mann vom Fach

Der Mann war selbst einst ein erfolgreicher Stabhochspringer und weiß von daher genau, was seine Nachfolger heute brauchen. „Ohne ihn könnte das Event nicht stattfinden“, unterstreicht Michael Leers, der das Springen seit Jahren für Alemannia Aachen organisiert. Aber da Leers und Osenberg sich aus Studienzeiten kennen, sind auch Mittwochnachmittag wettbewerbtaugliche Bedingungen garantiert.

Umso erstaunlicher, dass für den Aufbau des eigentlichen Anlaufs am Dienstagnachmittag gerade mal eine gute Stunde benötigt wird. In der Zeit wird die 50 Meter lange Anlaufbahn Richtung Rathaus installiert und mit einem Belag versehen, der vom Weltverband genehmigt ist. Mittels kleiner Holzplättchen erfolgt die Feinjustierung. Nur so könnten mögliche Rekordleistungen auch wirklich anerkannt werden. Denn am Mittwoch um 12 Uhr erfolgt eine amtliche Vermessung des Stegs.

Erwartungen, Hoffnungen, Prognosen: Domspringen 2019

Da der Metallunterbau ein Eigengewicht von 2,6 Tonnen hat, braucht er nicht mehr eigens im Boden verankert zu werden. 320 Quadratmeter Holzplatten sind am Ende unter dem 1,50 Meter breiten Steg verbaut. Und damit die Sportler und Sportlerinnen auch sicher landen können, werden unter den Aufsprungmatten 350 Europaletten liegen, denn Absprung- und Landeniveau sollten möglichst gleich sein. Aus Sicht von Anlagenbauer Osenberg, der das ganze Jahr über in Deutschland ähnliche Systeme installiert, ist die Aachener Konstruktion „schon einmalig“.

Insgesamt sind die Helfer von Alemannia Aachen natürlich stundenlang vor Ort, um die Hochsprungarena im historischen Ambiente fertigzustellen. Dazu gehören auch die Sitzplatztribünen für knapp 1000 Besucher, die dank des Sponsorings von NetAachen kostenfrei zugänglich sind. Dennoch hat NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider einen Tipp für die Besucher: „Zeitnah kommen, wenn voll ist, ist voll.“ Denn für ihn gilt auch, dass die Besucher am Ende den Katschhof begeistert verlassen. Selbstverständlich sind – das betont Organisator Leers – alle sicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtigt, und er bittet um Verständnis für wichtige und unvermeidliche Kontrollen.

Begeistern möchte auch eine junge Athletin aus Aachener Reihen. Die 17-jährige Laura Giese geht im Frauenwettbewerb für die Aachener Turn-Gemeinde an den Start und will vor den Augen der Freunde, Familie und Vereinsmitglieder eine möglichst gute Leistung abliefern.

Bei der Moderation geht die Alemannia kein Risiko ein und setzt auf die Kenntnisse von Stadionsprecher Robert Moonen und Leichtathletikexperte Dirk Bartholomy. Auch dieses Duo ist seit Jahren eingespielt und kennt die Besonderheiten des Katschhofs.

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