Aachen: 100 Armen-Schwestern erneuern ihr Gelübde

Aachen: 100 Armen-Schwestern erneuern ihr Gelübde

Die Karlstreppe führt von den Kurpark-Terrassen Burtscheids direkt hinauf in die Michaelsberg—straße vor die Pforten des Klosters der Schwestern vom armen Kinde Jesus. Rund 100 Schwestern standen hier in einem engen Flur Spalier mit brennenden Kerzen in der Hand.

Bischof Heinrich Mussinghoff schaute jede der Schwestern an, segnete sie und unterstrich so die Aufforderung der Aachenerin Clara Fey, der Gründerin dieser Gemeinschaft im Jahre 1844: „Schwestern, gebt besonders der Sorge um vernachlässigte Kinder eure Stimme, bringt also Licht, werdet zum Segen da, wo Dunkelheit das Leben beherrscht.“

Langsam bewegt sich die Prozession zur Hauskapelle. Dort erwarten sie Gäste, um 170 Jahre Ordensgründung mitzufeiern. In diesem festlichen Gottesdienst ist Klartext angesagt. Die Schwestern, zwischen 45 und 100 Jahre alt, teils mit dem 18. Lebensjahr in die Gemeinschaft eingetreten, stellten fest: „Wir haben uns nicht geirrt, wir gehen diesen Weg weiter mit Herz und Verstand.“ Offiziell wird diese „Feststellung“ die Erneuerung des Ordensgelübdes genannt.

Am Tag des Gründungsjubiläums erklärte jede Einzelne: „Ich erneuere heute mein Gelöbnis. In den evangelischen Räten der Jungfräulichkeit, der Armut und des Gehorsams stelle ich mich von neuem dem Dienst der Kirche und der Kongregation der Schwestern vom armen Kinde Jesus zur Verfügung: zu deiner größeren Ehre und zum Heil aller Menschen.“

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