Kreis Heinsberg: „Leihstimmen“ von der CDU eine klare Absage erteilt

Kreis Heinsberg: „Leihstimmen“ von der CDU eine klare Absage erteilt

Die Liberalen haben im letzten Moment noch den Kopf aus der Schlinge gezogen. Mit dem Ergebnis von 9,9 Prozent bei der Landtagswahl in Niedersachsen meldeten sich die Freien Demokraten zurück auf dem politischen Parkett.

Beim Neujahrsempfang der FDP-Fraktion des Kreises Heinsberg in Hückelhoven verkündete der Kreisvorsitzende Andreas Rademachers in seiner Rede, dass sich die Partei den Erfolg nicht schlecht reden sollte. „Leihstimmen“ von Seiten der CDU-Wähler, die dieses Ergebnis erst möglich gemacht hätten, erteilte Rademachers eine klare Absage. Für ihn sei der jüngste Erfolg der Liberalen ein klares Signal, dass die Partei gebraucht würde.

Mit der Bundestagswahl im September dieses Jahres stehen die Freien Demokraten vor einer richtungsweisenden Wahl. Rademachers machte noch einmal deutlich, dass die FDP selbstbewusst nach vorne blicken solle. Dabei verwies der Kreisvorsitzende auf die Erfolge auf lokaler Ebene wie die Stabilisierung der Kreisumlage und die Optimierung von Verwaltungsprozessen. Auch den Grundgedanken der Freien Demokraten ließ Rademachers nicht außer Acht. Zwar sei die SPD die älteste Partei, doch der Liberalismus die älteste Bewegung.

Der Kreistagsabgeordnete Stefan Lenzen betonte, dass es der Partei auf Kreisebene gelungen sei, die Verschuldung zu senken und die Kommunen weiter zu entlasten. Als Zielsetzungen formulierte er, dass die Liberalen in die Infrastruktur investieren wollen, damit die Bürger nicht unter Emissionen aus der Umwelt leiden müssen. Schnellere Internetverbindungen und der Einsatz für Fördergelder für den ländlichen Raum seien weitere Aufgaben. Für das Jahr 2013 wünscht sich der Kreistagsabgeordnete, dass die Partei weiter für ihre Inhalte kämpfen solle, um erfolgreiche Politik umsetzen zu können.

FDP-Generalsekretär Patrick Döring hob hervor, dass für ihn drei Kernpunkte den derzeitigen Erfolg der Liberalen ausgemacht hätten. Als erstes Erfolgsrezept sah Döring den Wahlkampf, da dadurch die Möglichkeit bestehe den Menschen auf der Straße die liberalen Positionen zu präsentieren und sich nicht von vorherigen Umfragewerten abschrecken zu lassen. Zweiter Kernpunkt seien die Themen, bei denen die Liberalen für Glaubwürdigkeit stünden. Seiner Ansicht nach seien die Freien Demokraten eine Partei der Mitte und nicht der Extreme. Das Wichtigste sei für ihn, die Haushalte aus der finanziellen Schieflage zu befreien.

Als letzten Punkt stellte er heraus, dass die Liberalen selbstbewusst auftreten sollten bei Themen, bei denen sie anders denken. Es gebe nichts Sozialeres als einen Arbeitsplatz. Daher sollen das Gewerbe, die Industrie und die Wirtschaft weiter gefördert werden. Das Ziel für das Jahr 2014 soll es sein, einen nahezu ausgeglichenen Haushalt zu schaffen. Die wichtigste Aufgabe in Bezug auf die anstehenden Wahlen sei für die Freien Demokraten, sich gegenüber den Linken stärker zu präsentieren.

(cbo)
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