Kreis Heinsberg: Leben mit Herrn und Frau Alzheimer: Gesellschaft gründet sich

Kreis Heinsberg: Leben mit Herrn und Frau Alzheimer: Gesellschaft gründet sich

Vertreter aus dem Bereich der Alzheimerselbsthilfegruppe sowie von Institutionen aus dem Gesundheitswesen hatten im Dezember die Gründung der Alzheimer-Gesellschaft Kreis Heinsberg verabredet.

Ein Vorstand wurde im Frühjahr gewählt. Nun will sich der Verein bei einer für alle interessierten Bürger offenen Infoveranstaltung am Montag, 20. Juni, in der Aula des Gymnasiums in Hückelhoven vorstellen. Ziel ist es, die Alzheimer-Gesellschaft im Kreis bekannt zu machen.

Die Veranstaltung mit dem Titel „Leben mit Herrn und Frau Alzheimer” beginnt um 17 Uhr mit dem Einlass. Im Foyer ist - neben den vielen Informationsständen - die Fotoausstellung „Glücklich trotz Demenz?” zu sehen.

Zum offiziellen Auftakt sprechen um 17.30 Uhr Dr. Christian Isensee, Vorsitzender der Alzheimer-Gesellschaft Kreis Heinsberg, Bürgermeister Bernd Jansen und Dr. Wilhelm Stuhlmann, der Vorsitzende vom Landesverband der Alzheimer-Gesellschaften Nordrhein-Westfalen.
Informativ soll diese Veranstaltung werden. Sie soll aber auch emotional aufrütteln.

„Leben mit Demenz” lautet das Thema von Björn Cranen, Heimleiter von Pro 8. Klaviermusik und Bilder begleiten ein Theater-Rollenspiel mit dem Porträt einer Betroffenen. Christine Riesner vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (Standort Witten) übernimmt dabei die Rolle der an Demenz erkrankten „Frau Meier”. In einer Gesprächsrunde werden schließlich Hilfsangebote im Kreis und die Pläne.

Medienpartner ist der Zeitungsverlag Aachen (Heinsberger Zeitung / Heinsberger Nachrichten / Geilenkirchener Zeitung). Regionalredakteur Dieter Schuhmachers fungiert als Moderator der Veranstaltung.

Die Ziele der Alzheimer-Gesellschaft Kreis Heinsberg sind in der Satzung niedergelegt. Es geht darum, Beratungsmöglichkeiten für Betroffene, pflegende Angehörige sowie freiwillig und hauptamtlich Tätige zu vermitteln und anzubieten. Es geht aber auch um Fort- und Weiterbildung für hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in entsprechenden Institutionen sowie Schulungen und Gruppenangebote für Angehörige und freiwillige Helfer. Selbsthilfeinitiativen sollen gefördert werden.

Auf den öffentlichen und politischen Meinungsbildungsprozess soll eingewirkt werden, um die häusliche, ambulante und stationäre Versorgung veränderter, kranker Menschen und deren Familien zu verbessern. Das Verständnis für Betroffene und deren Familien in der Bevölkerung soll gefördert werden.

Jeder kann die Aufnahme in die Alzheimer-Gesellschaft Kreis Heinsberg beantragen. Erreichbar ist sie auf dem Postweg (Valkenburger Straße 45, 52525 Heinsberg), unter Telefon 02452/135311 oder per Mail (Alzheimer@kreis-heinsberg.de). Interessierte erhalten Unterlagen zur Beitrittserklärung sowie die Satzung. Für die Zukunft ist auch ein Internetauftritt geplant.