Erkelenz: Leben mit dem Verkehr am Krankenhaus

Erkelenz: Leben mit dem Verkehr am Krankenhaus

Auf großes Interesse ist bei der Mitgliederversammlung der Bürgergemeinschaft Flachsfeld ein Vortrag mit anschließender lebhafter Diskussion vom Verwaltungsdirektor des Hermann-Josef-Krankenhauses, Wolfgang Salz, gestoßen. Er sprach über die zahlreichen Ausbaumaßnahmen sowie weiteren Zukunftspläne der aufstrebenden Klinik.

„Die Hermann-Josef-Stiftung wurde 1867 von dem Erkelenzer Notar Hermann-Josef Gormanns begründet. 1871 entstand das erste Krankenhaus aus dem Stiftungskapital von 60.000 Goldtalern”, so Salz über die Anfänge der Stiftung. Vor dem Hintergrund dieses Startkapitals investiert und expandiert das Krankenhaus bis in die Gegenwart.

Nun wird die Aufstockung des erst 2004 fertig gestellten Gartentrakts in Angriff genommen. Mit dem Ende der Bautätigkeit wird im April 2011 gerechnet. Die Stiftung sei mit rund 850 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Erkelenz. Damit ihre besondere Bedeutung für Erkelenz und die Region in Hinblick auf die Daseinsvorsorge und die heimische Wirtschaft sowie dem Arbeitsmarkt gleichermaßen zu sehen. „Diese sehr positiven Entwicklungen bei unserem Krankenhaus im Flachsfeld erzeugen selbstverständlich zusätzlichen Pkw-Verkehr durch Besucher und Mitarbeiter”, so der Vorsitzende der Bürgergemeinschaft Heinz Röbers.

Diese Erscheinungen, wie etwa zusätzlicher Verkehr in verkehrsberuhigten Bereichen oder zugeparkte Straßen und Einfahrten, sind die Bewohner des Flachsfeldes bereit, zu einem gewissen Teil zu tolerieren. Nichtsdestotrotz ist der Wunsch nach einer Überprüfung der Situation durch die Stadtverwaltung gegeben. Ein entsprechender Antrag mit einem Prüfauftrag an die Stadtverwaltung wird im nächsten Bezirksausschuss Erkelenz-Mitte gestellt.

Salz kann die Anmerkungen der Fachsfelder durchaus nachvollziehen, gibt aber zu bedenken, dass durch das Krankenhaus das Flachsfeld zu einem der beliebtesten Wohngebiete in Erkelenz geworden ist. „In Immobilienanzeigen wird mittlerweile schon mit der Krankenhausnähe geworben.” Ein freudiges Ereignis konnte der Vorstand der Bürgergemeinschaft verkünden und feiern: Heinrich Conen wurde für die 25-jährige Mitgliedschaft mit einer Ehrenurkunde und einem kleinen Präsent geehrt.

Im Jahresbericht der Bürgergemeinschaft standen die regelmäßig stattfindenden Aktivitäten, wie Maibaumsetzten, Tagesausflug, St.-Martinszug oder der weihnachtliche Seniorennachmittag, im Vordergrund. Dass diese gemeinschaftlichen Aktivitäten auf sehr große und positive Resonanz stoßen, belegt eindrucksvoll ein Lichtbildervortrag über den Ausflug der „Flachsfelder” 2009. Die Bürgergemeinschaft erlebte sehr schöne Stunden auf einer Oktoberfestfahrt auf dem Rhein mit Weinfest in Königswinter.

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