Stolberg-Werth: Leben in der Großfamilie ist das ideale Prinzentraining

Stolberg-Werth: Leben in der Großfamilie ist das ideale Prinzentraining

Seinen Hofstaat hat Andreas Schmidt, designierter Kinderprinz der Karnevalsgesellschaft „Adler Werth”, stets in Griffweite: Begleitet wird der 13-Jährige bei seinen Auftritten von den fünf Geschwistern und Mutter Beate.

Auf seinen „Clan” kann sich der junge Narrenherrscher blind verlassen: „Die Kinder halten wie Pech und Schwefel zusammen, auch wenn einer von ihnen etwas ausgefressen hat”, sagt Beate Schmidt stolz. Trubel, Jubel, Heiterkeit: Als Mitglied einer Großfamilie ist es Andreas gewohnt, dass immer was los ist. Was ein gutes Training für die trubeligen Tage als Kinderprinz ist.

Sein Vater Armin war 40 Jahre zurückgerechnet ebenfalls Kinderprinz. „Er war Kinderprinz von der Fleuth, nicht von Mausbach. Das ist ein himmelweiter Unterschied”, erklärt Beate Schmidt schmunzelnd. Die Fleuther Karnevalsriege haben sich später der KG „Löstige Wölleklös” angeschlossen, erzählt die 41-Jährige. Bei der Regentschaft des Sohnemanns hingegen ist die geographische Lage eindeutig: Der 13-Jährige ist ein Werther - daran ist nicht zu rütteln.

Auslöser dafür, dass Andreas den Thron besteigt, ist ein Versprechen. „Die Freundin meiner Mutter sagte immer: Wenn meine Töchter mit dem Karneval aufhören, dann muss dein Sohn Kinderprinz werden”, zitiert Andreas den entscheidenden Satz. Als es dann vor rund einem Jahr so weit war, sagte der junge Werther sofort „Ja” zum Prinzenamt.

Andreas, der die Gesamtschule in Langerwehe besucht, ist vielseitig interessiert: Der Tierfreund liebt Fußball und spielt gerne Schlagzeug.

Die Proklamation am Freitag in der alten Schule an der Hauptstraße beginnt um 20 Uhr. Die Kindersitzung ist am 20. Februar um 14.30 Uhr im Festzelt an der Schule.