Kreis Düren: Kurzarbeit stabilisiert weiterhin den Arbeitsmarkt

Kreis Düren: Kurzarbeit stabilisiert weiterhin den Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Düren ist im August gegenüber dem Vormonat um 98 oder knapp ein Prozent gesunken. Insgesamt waren 11.176 Menschen arbeitslos.

Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl jedoch um 1163. Die Arbeitslosenquote liegt seit April unverändert bei 8,5 Prozent.

„Dieser leichte Rückgang ist nach dem Ende der Sommerferien und mit Beginn der Berufsausbildungen durchaus üblich und stellt kein Hinweis auf eine konjunkturelle Erholung der Wirtschaft dar”, interpretierte Harald Küst, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Düren, die jüngsten Entwicklungen. „Der regionale Arbeitsmarkt wird weiterhin durch die starke Inanspruchnahme der Kurzarbeit stabilisiert”, fasste Küst die Gesamtsituation zusammen.

Von einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt könne Küst daher nicht reden. Die Auftragseingänge in den Betrieben seien zwar gestiegen, reichten aus Sicht der Agentur jedoch nicht aus, um in den kommenden Wochen alle Kurzarbeiter wieder voll zu beschäftigen. Küst: „Die Planungen in vielen Firmen sind daher weiter auf Beschäftigungsreduzierung ausgerichtet.”

Dass sich die Rezession spürbar in der Region auswirkt, sei nicht nur an der Kurzarbeit abzulesen, sondern auch an den Stellenangeboten der Arbeitgeber. Der Bestand nimmt zwar seit Juli wieder leicht zu, berichtet Harald Küst. Doch ist gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Januar bis August) die Meldung offener Stellen beim Arbeitgeber-Service der Agentur um 621 oder 20 Prozent zurückgegangen.

Saisonbedingt bewege sich auch die Jugendarbeitslosigkeit noch auf hohem Niveau. Ursache sind nach Angabe der Agentur einerseits die typische Situation vieler Jugendlicher, die nach dem Schulabschluss die Zeit bis zum Beginn der Lehre oder des Studiums überbrücken. Zum anderen sind es Auszubildende, die nach beendeter Lehre oder Nichtübernahme durch den Betrieb nach einem Arbeitsplatz suchen.

„Die Unternehmer müssen die langfristige Sicherung ihrer Fachkräfte über die Krise hinaus im Blick behalten, sonst laufen die Jugendlichen Gefahr, zu Verlierern der Krise zu werden”, appelliert Küst an Betriebe, jungen Menschen eine Chance zu geben. Derzeit sind zudem noch 166 Jugendliche auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle.