1. Kultur

Aachen/Eynatten: Zum ersten Karriereschritt mit viel Wissen über Europa

Aachen/Eynatten : Zum ersten Karriereschritt mit viel Wissen über Europa

Wer weiß denn, wann der Vertrag über die europäische Verfassung von den Staats- und Regierungschefs unterzeichnet wurde? Da muss auch mancher Politiker länger nachdenken.

Dass keiner der sechs Schüler aus der Euregio, die sich jetzt einem Europa-Quiz im ostbelgischen Eynatten stellten, diese Frage zu beantworten wusste, konnte Günter Verheugen jedenfalls gut verstehen.

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission sowie der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Karl-Heinz Lambertz, zwei europäische Schwergewichte also, bildeten die Jury eines Wettbewerbs, bei dem es um drei Stipendien im Gegenwert von je 12.000 Euro ging. Die hatte die Europäische Wirtschafts- und Sprachenakademie (EWS) aus Anlass einer 100-Jahr-Feier des Unternehmens in diesem Jahr ausgelobt.

Das private Ausbildungsunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat seit 1992 eine Dependance in Aachen. Dort sind zurzeit 120 der insgesamt 1700 Teilnehmer. Die Akademie bietet für Abiturienten und Schüler mit Fachhochschulreife zweijährige Ausbildungsgänge in Wirtschaft, Marketing, Kommunikation, Datenverarbeitung und Fremdsprachen an. Zur Europäischen Wirtschafts- und Sprachenakademie ausgebaut wurde das 1908 als Mädchenschule gegründete Unternehmen von Jürgen Weischer, der die EWS 1980 übernahm.

Zu den drei neuen Studenten, die im nächsten Jahr auf jeden Fall in die von Franziska von Greve geleitete Aachener EWS im Kapuzinerkarree dazukommen werden, gehören Bastian Staudacher und Nadja Kramposthuber, beide aus Eschweiler und Schüler des Heilig-Geist-Gymnasiums in Broichweiden, sowie Elena Nachite aus Eicherscheid, die in Aachen das Einhard-Gymnasium besucht. Sie konnten die meisten Fragen des Europa-Quiz beantworten und ließen ihre Konkurrenten aus Eupen mehr oder weniger weit hinter sich.

Der Vertrag zur EU-Verfassung wurde übrigens am 29. Oktober 2004 unterschrieben.