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Aachen: Zu viele Juristen, zu wenig Jobs

Aachen : Zu viele Juristen, zu wenig Jobs

Einen nachdrücklichen Appell an die Hochschulen richtete die neue Landesjustizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) am Wochenende vor dem „Anwaltverein” in Aachen.

Angesichts dramatisch steigender Ausbildungszahlen von Juristen - heute gebe es 90 Prozent mehr Absolventen als vor zehn Jahren - sei es dringend geboten, dass die Lehrenden das „Instrument der Zwischenprüfung” im Studium in Zukunft „sehr ernst nehmen”. In anderen Bundesländern habe man damit bereits gute Erfahrungen gemacht.

Vor etwa 300 Rechtsanwälten, Richtern und Staatsanwälten aus der Aachener Region erklärte die Ministerin, sie wolle Kontakt zu den juristischen Fachbereichen aufnehmen, um dem „Massenproblem in der Juristenausbildung” Herr zu werden. Müller-Piepenkötter, selbst Juristin, sprach sich außerdem gegen eine zu weite Öffnung des Rechtsberatungs-Marktes, so wie sie in Brüssel geplant werde, aus.

Der „Aachener Anwaltverein”, mit rund 770 Mitgliedern der viertgrößte in NRW, feierte im „Alten Kurhaus” sein 125-jähriges Bestehen.