1. Kultur

Köln: Zu fühlen, hören und denken

Köln : Zu fühlen, hören und denken

Gerade erst haben die lit.Cologne-Macher Elke Heidenreich (65) als Bücherflüsterin für ihr neues Internet-Portal an Bord geholt. Am Montag nun stellten die beiden Geschäftsführer Werner Köhler und Edmund Labonté, zusammen mit der Journalistin Angela Maas (lit.kid.Cologne, Kinder und Jugendliche) und Regina Schilling (Programm), die „Speisekarte” für 2009 vor.

Vom 12. bis zum 21. März geht das größte europäische Literatur-Festival in die neunte Runde. Zehn Festivaltage warten mit 158 Veranstaltungen auf, 67 davon für Kinder und Jugendliche.

Das sind rund zehn Termine mehr als in diesem Jahr (29. Februar bis 9. März), die Anzahl der Tage ist identisch. Wie immer schon im Vorfeld am heißesten begehrt: die lit.Cologne-Gala, diesmal am Samstag, 14. März, ab 20 Uhr in der Kölner Philharmonie (nur noch wenige Karten im Vorverkauf, Restkarten sowie 100 Stehplatzkarten an der Abendkasse).

Moderiert wird sie von dem Kulturjournalisten Dennis Scheck (43).

Dass man Literatur auch fühlen, hören und denken kann, stellen auf der lit.Cologne 2009 rund 300 internationale Akteure unter Beweis. Das Spektrum reicht von Autoren wie Jakob Arjouni, T.C. Boyle, Val McDermid und „Spiegel”-Bestseller Richard David Precht über Schauspielerinnen wie Rosemarie Fendel, Hannelore Hoger und Gudrun Landgrebe, von Philosophen wie Peter Sloterdijk und Regisseuren wie Volker Schlöndorff zu Kabarettisten (Konrad Beikircher), Medienfrauen (Marietta Slomka) oder Sänger und Songschreiber wie Willy Vlautin, der in den USA mit seiner Folk-Rockband „Richmond Fontaine” Triumphe feiert.

Die lit.kid. hat ihr Programm für Kinder und Jugendliche weiter ausbauen können (statt 56 Veranstaltungen nun 67), es gibt mehr Lesungen in zwei Sprachen sowie Doppelveranstaltungen für junge und ältere Leser und - erstmals - eine Reihe mit Patenschaften gestandener Krimi-Autorinnen wie Susanne Mischke für ganz junge Schreiberinnen (13 bis 15), die sich in der Kunst des literarischen Mordens erste Sporen verdient haben.

In der Reihe „Klasse-Buch” (für Schulklassen am Vormittag) empfiehlt Angela Maas „Rotkäppchen muss weinen” von und mit Beate Teresa Hanika (20. März, 12 Uhr, MS RheinEnergie): „Ein Buch für die 8. und 9. Klasse, das ein schweres Thema, Kindesmissbrauch, sehr sensibel und sehr gut, auch sprachlich, aufbereitet.”