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Hamburg/Aachen: Zigaretten-Schmuggel in Rekordhöhe

Hamburg/Aachen : Zigaretten-Schmuggel in Rekordhöhe

Der Hamburger Zoll hat die Rekordmenge von 216
Millionen Schmuggel-Zigaretten entdeckt. Allein 171 Millionen Stück wurden am Dienstag im Hamburger Hafen beschlagnahmt, wie das Zollfahndungsamt am Mittwoch mitteilte.

Die übrigen Ladungen verfolgten Fahnder bis zur Übergabe in verschiedenen Ländern. Mehrere mutmaßliche Schmuggler wurden festgenommen.

Rund 9,3 Millionen Schmuggelzigaretten waren bereits laut Zollkriminalamt
Köln in Aachen sichergestellt worden, sechs Verdächtige wurden verhaftet.

Bei geschmuggelten Zigaretten sind die Fahnder in diesem Jahr bereits in mehreren Fällen auf Funde in Millionen-Stückzahl gestoßen. Laut Zollkriminalamt (ZKA) in Köln wurden am 15. April im Lübecker Hafen 1,5 Millionen Schmuggelzigaretten gefunden, die in einem Kühlwagen für Hähnchenfleisch aus Riga versteckt waren. Ebenfalls am 15. April fanden Ermittler bei Razzien in Berlin, Dresden und Hannover 100.000 illegale eingeführte Zigaretten. Insgesamt sollen die Täter laut ZKA aber rund eine Millionen Glimmstängel geschmuggelt haben.

Am 3. März flogen zwei illegale Produktionsstätten in Köln und Koblenz auf, 500.000 Zigaretten wurden sichergestellt. „Inzwischen steht aber fest, dass hier insgesamt 400 Millionen illegale Zigaretten produziert wurden”, sagte ZKA-Sprecher Leonhard Bierl. Allein durch diese Menge seien Steuerausfälle von 50 Millionen Euro verursacht worden.

Am 9. März wurden bei Razzien an mehreren Orten im Westerwald zunächst kleinere Mengen Schmuggelzigaretten entdeckt, insgesamt sollen 5,3 Millionen Zigaretten geschmuggelt worden sein. Wenig später wurden laut ZKA über einen längeren Zeitraum hinweg in Frankfurt und anderen Städten nach vierjähriger Ermittlungsarbeit insgesamt 31 Millionen Zigaretten sichergestellt.

Im vergangenen Jahr seien in Deutschland wegen Zigarettenschmuggels 44 Strafverfahren gegen die Organisierte Kriminalität geführt worden.