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Monschau: Zeitreise zwischen Blei und Bytes

Monschau : Zeitreise zwischen Blei und Bytes

Ein neues Ausflugsziel in der Eifel bietet ab Sonntag informativ und anschaulich Einblicke in die revolutionären Errungenschaften der „schwarzen Kunst” des Druckens.

Das Druckerei-Museum Weiss in Monschau-Imgenbroich ermöglicht eine spannende Zeitreise durch die Mediengeschichte der Satz- und Drucktechniken.

„Unser Druckerei-Museum dürfte in dieser Art seinesgleichen in Deutschland suchen”, behauptet Hans Georg Weiss, Senior-Chef der Firma Weiss-Druck und Vorsitzender des Kuratoriums der Weiss-Druck-Stiftung, die den modernen Rundbau in nur acht Monaten errichten ließ.

Auf zwei Etagen sollen den Besuchern die Erfindungen der schriftlichen Kommunikation möglichst sinnlich näher gebracht werden: mit Touch-Screen-Monitoren, einem Filmvorführraum, „Zeitzeugen” vom Tonband und einer Vielzahl historischer Maschinen.

Zu Beginn geben drei rotierende Riesenbücher auf Knopfdruck Auskunft über die Anfänge der Schrift, die verschiedenen Beschreibstoffe und die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Metall-Lettern durch Johannes Gutenberg.

Davor ruhen auf dem Boden Papyrus aus Ägypten neben einem hölzernen Setzkasten und silbern glänzenden CD-Roms - ein sehr weites Feld, das auf fast 500 Quadratmetern bearbeitet wird.

Der „Maschinenpark” präsentiert unter anderem eine Rotationsanlage aus dem Jahr 1926, mit der auch die Aachener Volkszeitung fabriziert wurde. Im oberen Stockwerk geht der Weg dann munter weiter: vom Blei zum Byte, vom Setzkasten bis zum Computer.

Überdies führt die Ausstellung umfassend in die Historie der Druckerei Weiss ein, die 1875 in Monschau gegründet wurde und nun bereits in der vierten Generation produziert.

Hans Georg Weiss rechnet mit jährlich 20 000 Besuchern aus einem Einzugsgebiet, das bis nach Köln und Düsseldorf reiche. Besonders für Schulklassen sei das Medien-Haus geeignet.