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Aachen: „Wir wollen nicht länger bluten”

Aachen : „Wir wollen nicht länger bluten”

Am Mittwoch werden viele Patienten bei ihren Ärzten vor verschlossenen Türen stehen. Damit wollen die Mediziner der Bevölkerung einen, so wörtlich, „Vorgeschmack auf die kommenden Jahre” bieten.

Denn viele niedergelassene Ärzte stehen nach Angaben von Martin Grauduszus, dem Vorsitzenden des Vereins „Freie Ärzteschaft”, vor dem wirtschaftlichen Aus. In dem erst 2004 gegründeten Verein engagieren sich rund 500 Mediziner.

Dem Streikaufruf der „Freien Ärzteschaft” haben sich inzwischen auch die etablierten Ärzteorganisationen angeschlossen.

„Dieser Protest kommt von der Basis. Er dokumentiert die miserable wirtschaftliche Lage vieler Kollegen”, sagt Grauduszus, der als niedergelassener Arzt in Erkrath arbeitet. Die flächendeckende Versorgung mit Arztpraxen sei vor allem auf dem Land gefährdet. „Schuld sind nicht nur Gewinneinbußen von mehr als 30 Prozent. Es ist auch der bürokratische Wahnsinn, mit dem wir Ärzte Tag für Tag konfrontiert sind”, klagt er.