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Aachen/Winterberg: Winter ist zurück: Glatte Straßen und Schnee

Aachen/Winterberg : Winter ist zurück: Glatte Straßen und Schnee

Mit niedrigen Temperaturen, glatten Straßen und Schnee hat sich der Winter am Montag in Teilen Nordrhein- Westfalens zurückgemeldet.

Besonders betroffen war das Sauerland. Möglicherweise werden dort zum Wochenende auch noch einmal einige Skilifte in Betrieb genommen. Bei den Autowerkstätten hat die Rückkehr des Winters Folgen - das Frühjahrsgeschäft mit Sommerreifen verlor an Schwung.

Keine Probleme bereiten die niedrigen Temperaturen den Frühblühern in der freien Natur. Aus Sicht des Bundesverbands Reifenhandel dürfte es aber keine größeren Absatzprobleme geben, da schon in den nächsten Tagen die Temperaturen wieder steigen sollten. „Wir empfehlen grundsätzlich, erst ab Ostern das Auto umzurüsten, weil bis dahin oft noch Wetterumbrüche zu befürchten sind”, sagte Verbandssprecher Peter Hülzer.

Auch den Pflanzen droht kein größerer Schaden: Erst wenn die Temperaturen längerfristig weit unter null Grad lägen, könnten Blumen eingehen, teilte der Zentralverband Gartenbau mit. Stefan Gentzen vom Bundesverband der Einzelhandelsgärtner riet Hobbygärtnern: „Balkonpflanzen sollten ins Haus geholt werden, wenn mehrere frostige Nächte aufeinander folgen.”

„Wir haben fünf Zentimeter Schnee”, sagte ein Beobachter des Deutschen Wetterdienstes auf dem Kahlen Asten bei Winterberg. Die weiße Pracht werde auch einige Tage liegen bleiben. „Es bleibt die Woche über kalt mit Nachtfrost und es kommt auch noch die eine oder andere Flocke dazu.” Ob die Skilifte in den Hochlagen noch einmal anlaufen, ist nach Auskunft einer Sprecherin der Wintersportarena Sauerland noch unklar. „Wenn wir bis zum Wochenende mit den noch erwarteten Schneefällen mindestens 15 Zentimeter zusammen bekommen, werden wohl einige Lifte laufen”, sagte Susanne Schulten.

Der Eifel bescherte der zaghaft zurückgekehrte Winter eine leicht „gezuckerte” Landschaft. An Wintersport sei aber nicht zu denken, teilten die Ski-Zentren in Hellenthal und Rohren bei Monschau mit. „Der Winter ist im Prinzip vorbei. Die Leute haben auch keine Lust mehr darauf. Die wollen keinen Schnee mehr sehen”, sagte der Leiter des Verkehrsamtes in Hellenthal, Winfried Kaiser. Potenzielle Gäste seien vielmehr aufs Frühjahr eingestellt.

Die Eifel hatte in der auslaufenden Wintersaison wegen Schnee-Mangels keinen einzigen Ski- Tag.

Im Sauerland sollen keine Schneekanonen mehr zum Einsatz kommen. Die nächtlichen Minusgrade würden zwar ausreichen, aber der Schnee aus der Maschine lohne sich finanziell nicht mehr, weil unklar sei, wie lange es kühl bleibe. Zudem sei zumindest an Wochentagen kein Ansturm von Wintersportler mehr zu erwarten. Sollte die Naturschneedecke am Wochenende ausreichen, werde aber wieder Skibetrieb angeboten.

Bei den Streu- und Räumdiensten im Sauerland hatte der neuerliche Wintereinbruch für Hochbetrieb gesorgt. Seit dem frühen Sonntagabend waren die Fahrzeuge unterwegs. Nach Polizeiangaben lief der Verkehr reibungslos, lediglich auf Nebenstrecken mussten die Autofahrer am Montagmorgen noch mit Straßenglätte rechnen.

Auch für die kommenden Tage soll sich am Wetter in den Hochlagen des Sauerlandes nicht viel ändern. Auf spiegelglatter Fahrbahn kam auf der A 4 zwischen dem Autobahnkreuz Olpe-Süd und der Anschlussstelle Eckenhagen ein Lastwagen ins Rutschen und stürzte eine Böschung hinab. Der 50- jährige Fahrer wurde leicht verletzt. Während der Bergungsarbeiten bildeten sich kilometerlange Staus, wie die Autobahnpolizei in Dortmund berichtete.