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Wilde Wurm wartet auf Wannen-Kapitäne

Wilde Wurm wartet auf Wannen-Kapitäne

Würm (an-o/mabie) - Würm ist ein kleiner Ort mit wenigen hundert Einwohnern. Doch die ortsansässige Karnevalsgesellschaft "Würmer Wenk" sorgt mit allerlei Aktionen für viel Bewegung auch in den umliegenden Dörfern. Bekannteste Attraktion ist das Badewannen-Rennen auf der Wurm.

In diesem Jahr stürzen sich am 26. Juli bereits zum vierten Mal waghalsige Wannenkapitäne in die wogenden Wellen. Grundvoraussetzung ist neben einem Teampartner, weiblich oder männlich ist egal, ein zum Baden oder Duschen taugliches Gefährt, vornehmlich Zink- oder Kunststoffwannen. Helm auf, Paddel in die Hand und los, könnten jetzt unbedarfte Zaungäste denken.

Doch weit gefehlt, die 60 Starter wissen, dass sie ihrem Publikum, im vergangenen Jahr wurden rund 6000 Gäste an den Ufern der Wurm gezählt, etwas zu bieten haben. So werden schnöde Zinkwannen zu Gondeln, Babywannen zu schwimmenden Kinderwagen oder zwei Duschwannen zu einem mit zu Schwimmtanks umfunktionierten Fässern geformten Wassergefährt. Von der eigenen Muskelkraft angetrieben, sollen sie die Unbilden der nur gut 1,5 Kilometer langen Strecke überstehen.

Vorher gilt es, im "Fahrerlager" bei Bierchen und Frikadelle letzte Tuningtipps zu tauschen, oder vielleicht mal nach den Platznachbarn vom letzten Jahr zu sehen, um zu erspähen, was die gebaut haben. Doch früher oder später naht der Moment der Wahrheit, die Wanne kommt ins Wasser und die zwingend zweiköpfige Besatzung ist stets darauf bedacht, das kühle Nass auch außerhalb der Wanne zu lassen. Aber das gelingt natürlich nicht immer. Sobald die erste "Stromschnelle" in Form einiger Steine im Flussbett naht, zeigt sich, ob die Konstrukteure richtig gedacht haben.
An diesen möglichen Kenterpunkten sammeln sich auch die meisten Besucher. Jeder "Kapitän" wird beklatscht, für den schönsten Untergang gibt es schon mal Sonderapplaus. Denn beim Badewannenrennen geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um Spaß. Das spiegelt sich auch in der Preisvergabe wider, so erhalten nicht die drei Teams "auf dem Treppchen" beim abschließenden Burgfest in Honsdorf Urkunde und Pokal, sondern der erste und der letzte, sowie die Ränge elf, 22, 33, 44 und 55.

Wer will noch mitmachen?

Noch sind Plätze auf der Teilnehmerliste frei, Informationen gibt es bei Günter Cüppers (Ruf 02453 918) sowie Guido Küppers (02453 382391). Gäste können über Geilenkirchen anreisen (Richtung Süggerath), Parkmöglichkeiten sind ausgeschildert, Sonnenschutz für die gut dreistündige Veranstaltung wird dringend empfohlen.