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Wie entsteht eigentlich Stoff?

Wie entsteht eigentlich Stoff?

Aachen (an-o/sab) - "Kupfer Kohle bunte Tücher" heißt eine neue Broschüre der Industriemuseen in der Euregio. Unterteilt in die Bereiche Tuchherstellung, Metallverarbeitung und Kohlebergbau bekommen die Leser kostenlos viele Tipps für informative Ausflüge.

"Papa, wie haben die Leute früher eigentlich Stoffe hergestellt?" Diese oder ähnliche Fragen können nicht nur Familienväter recht unvorbereitet erwischen. Die müssen dann nicht nur in der Allgemeinbildung kramen, sondern auch noch überlegen, wie sie den Weg vom Schaf bis zum Webstuhl anschaulich erklären. Oder sie greifen zum neuen Heft "Kupfer Kohle bunte Tücher" und planen einen Ausflug zum Beispiel nach Verviers in das "Touristische Zentrum der Wolle und Mode" oder nach Euskirchen in das "Rheinische Industriemuseum" und überlassen die Antworten den Fachleuten.
Die Broschüre wurde vom Land NRW sowie der Euregio Maas-Rhein gefördert und liegt in den Tourismusbüros der Euregio, der Geschäftsstelle der Regio Aachen am Theaterplatz 14 sowie in den Industriemuseen kostenlos aus.

Autorin Gabriele Harzheim schlägt auch jeweils eine Route vor für den Fall, dass jemand alle Museen und Stätten zu einem Thema sehen möchte. Wer sich zum Beispiel für die Kohleförderung in der Euregio interessiert, kann vom Alsdorfer Bergbaumuseum zum Industrion nach Kerkrade und weiter nach Eisden in die Bergarbeitersiedlung fahren. Den Schlusspunkt dieser für Zwei-Tages-Tour bildet die Zeche im belgischen Blegny und eine Besichtigung unter Tage.
Dazu liefert der Führer Beschreibungen der einzelnen Museen inklusive Öffnungszeiten, Eintrittspreise und spezielle Angebote. "Wir wollen die Museen besser vermarkten und das Netzwerk der Industriekultur verdeutlichen", beschreibt Sebastian Wenzler die Intention des Projektes. Der Leiter des "Zinkhütter Hofs" in Stolberg hat den Verein der Industriemuseen in der Euregio mitgegründet und lieferte die Idee zu der Broschüre, die möglichst bald auch in Niederländisch und Französisch erscheinen soll.

Mehrsprachige Informationen zum Thema bietet bereits die Internetseite. www.industriemuseen-emr.de