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Wenn Betreuung nötig wird

Wenn Betreuung nötig wird

Aachen (an-o/tei) - Wer infolge etwa eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten selbst zu regeln, wäre oft froh, eine Vorsorgevollmacht abgefasst zu haben. Wie das geht - das sagen am Freitag Experten am "Nachrichten-Telefon".

Am Freitag, 7. November, in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr, dreht sich an den Apparaten der "Nachrichten"-Telefonaktion zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung alles um eine oft tabuisierte Lebenssituation, gegen die man sich jedoch absichern kann. Die Experten Udo Krohn-Grimberghe (Diakonie Aachen), Petra Raschen (Sozialdienst katholischer Männer Aachen), Johannn Leonbacher (Sozialdienst katholischer Männer Stolberg) und Dagmar Cranen (Sozialdienst katholischer Frauen Stolberg) geben Tipps und Hinweise, wie eine rechtsgültige Verfügung abzufassen ist, in der jeder selbst bestimmen kann, wer im Ernstfall Entscheidungen für ihn treffen soll, wenn er selbst vorübergehend oder auf Dauer nicht mehr dazu in der Lage ist, und wie seine Wünsche und Vorstellungen Beachtung finden können.

Familienfremde Personen

Ist eine solche Verfügung nämlich nicht getroffen worden, wird das Vormundschaftsgericht im Bedarfsfall eine Betreuerin oder einen Betreuer zur gesetzlichen Vertretung bestellen. Findet sich niemand aus dem Kreis der Angehörigen, können auch familienfremde Personen zum Betreuer bestellt werden. Wer also im Angehörigen- oder Bekanntenkreis auf jemanden zählen darf, dem er unbeschränkt vertrauen kann, sollte überlegen, ob er nicht diese Person für den Fall des Falles bevollmächtigt. Wenn diese Person wirksam und ausreichend bevollmächtigt wird, darf im Regelungsbereich der Vollmacht nämlich von Gerichts wegen ein anderer Betreuer nicht bestellt werden.

Dabei ist der Regelungsbereich von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung durchaus breit gefächert. So können Verfügungen über lebenserhaltende - zum Beispiel intensivmedizinische -Ê Maßnahmen getroffen werden, künstliche Ernährung kann bejaht oder verneint werden, und auch darüber kann verfügt werden, was geschehen soll, wenn keinerlei Hoffnung auf Heilung oder Besserung besteht. Viel Stoff also für Fragen bei der "Nachrichten"-Telefonaktion, bei der Experten unter den unten angegebenen Telefonnummern zwei Stunden lang Auskunft geben.