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Marl: Wasserstoff: Große Katastrophe bleibt aus

Marl : Wasserstoff: Große Katastrophe bleibt aus

Knapp einer Katastrophe entgangen sind am Montag mehrere
Autofahrer bei einem schweren Unfall mit einem Gefahrguttransporter auf der A 43 Münster - Wuppertal. Der mit explosivem Wasserstoff beladene Spezialtransporter war bei einem Ausweichmanöver an einer Unfallstelle von der Fahrbahn abgekommen und auf die Gegenfahrbahn gestürzt, berichtete die Polizei.

Dort raste ein Wagen in den quer liegenden Gefahrguttransporter. Die 13 etwa zehn Meter langen Wasserstoffbehälter hielten den Belastungen Stand. „Wir wollen gar nicht darüber nachdenken, was bei einer Explosion passiert wäre”, sagte der Sprecher der Autobahnpolizei Münster, Klaus Laackmann an der Unfallstelle.

Die Folgen waren des Unfalls waren ohnehin schwer. Der Fahrer (42) des Lkw aus Recklinghausen starb noch an der Unfallstelle, eingeklemmt in seinem Führerhaus. Der 31 Jahre alte Autofahrer kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Ein Autofahrer (53), der mit seinem Wagen im Regen ins Schleudern kam und auf der Überholspur liegen geblieben war, kam ebenso wie der Fahrer eines zweiten Lkw mit dem Schrecken davon.

Auf regennasser Fahrbahn hatte der Gastransporter einen anderen Lkw überholen wollen, als der Fahrer auf der Überholspur den liegen gebliebenen Unfallwagen entdeckte. Der Lkw-Fahrer wich im letzten Augenblick aus, streifte dabei aber den neben ihm fahrenden Lastwagen, schleuderte und brach durch die Mittelleitplanke. Quer zu allen Fahrbahnen blieb der umgestürzte Gefahrguttransporter liegen.

Die A 43 blieb in beiden Fahrtrichtungen mehr als 15 Stunden voll gesperrt. Erst am Nachmittag wurden nach und nach die Fahrspuren wieder freigegeben. Der Verkehr staute sich zeitweise auf mehrere Kilometer. Das explosive Gas konnte von der Feuerwehr mit Hilfe einer Spezialfirma ohne Zwischenfall abgelassen werden. Die Unfallstelle wurde dazu im weiten Umkreis evakuiert. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf 250.000 Euro.