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Düsseldorf/Köln: Von Cézanne bis Dschingis Khan: Ausstellungs-Höhepunkte in NRW 2004

Düsseldorf/Köln : Von Cézanne bis Dschingis Khan: Ausstellungs-Höhepunkte in NRW 2004

Von der profilierten Gegenwartskunst bis zu den geheimnisvollen Schätzen der Antike reicht - wie alljährlich - auch 2004 der Ausstellungskalender nordrhein-westfälischer Museen.

Dennoch will es scheinen, als ob der „Sparzwang” nahezu allen Häusern ein bescheideneres Programm als in den Vorjahren aufgezwungen hätte. Findiger Bildertausch, wie in Köln beim „Blauen Reiter”, oder spendable Sponsoren wie im Essener Folkwang Museum bei der herbstlichen Großausstellung „Cézanne” verhelfen dem rheinisch-westfälischen Museumsjahr dennoch zu besonders leuchtenden Glanzpunkten.

Mit Giorgio Morandis Stillleben startet Wuppertal am 11. Januar (bis 7. März) den Reigen der großen Kunst-Präsentationen an Rhein und Ruhr. Gezeigt werden im Von der Heydt Museum 65 Gemälde und 75 grafische Blätter des Italieners.

Schon eine Woche später eröffnet das Essener Folkwang Museum eine Schau mit den originellen und sensiblen Installationen des Düsseldorfer Künstlers Reiner Ruthenbeck (bis 14. März).

Die weniger beachteten Spätwerke des Pop-Papstes Andy Warhol sind ab Mitte Februar im Düsseldorfer museum kunst palast zu sehen, das sich für den Sommer mit „Africa - Remix” die zeitgenössische Kunst eines ganzen und fast vergessenen Kontinentes zum Thema nimmt.

Altmeister Schumacher

Den 90. Geburtstag des bedeutenden Informellen Karl Otto Götz feiern das Aachener Suermondt-Ludwig-Museum und das Ludwig Forum ab 27. März (bis 30. Mai) mit Hauptwerken, aber auch Keramiken, Fotos und Skulpturen in einer der seltenen Einzelausstellungen des zurückgezogen lebenden und museal unterbewerteten rheinischen Künstler.

Einen weiteren Altmeister, späte Bilder Emil Schumachers, zeigt ab Anfang April das niederrheinische Museum Moyland. Der originelle Weiß-Macher Zangs ist im Landesmuseum Münster ab Ende Februar zu sehen.

Alles steht Kopf auf den Bildern von Georg Baselitz: Mit 130 Leihgaben zeigt die Bonner Bundeskunsthalle ab 2. April retrospektiv den prominenten Maler. Düsseldorf setzt in seinen Museen auf arrivierte Zeitgenossen.

Hier stehen Donald Judd, Rebecca Horn, Luc Tuymans oder Thomas Schütte auf dem Plan der Kunstsammlung NRW. Die Kultur-Konkurrentin Köln leiht sich - als Gegengabe zu Peter Ludwigs Picassos - aus München die Schau „Blauer Reiter” (ab 13. März/Museum Ludwig), wo zuvor der nicht nur durch seine Kunstwerke bekannte Jörg Immendorff ab Anfang Februar präsentiert wird.

Hier wird im Oktober - zeitgleich zur Messe Art Cologne - auch der malende US-Melancholiker Ed-ward Hopper zu sehen sein.

Augenschmaus und einen Höhepunkt im Kunstjahr verspricht ab 18. September die Essener Folkwang-Ausstellung „Cézanne - Aufbruch in die Moderne”.

Gesponsert von der Essener Ruhrgas werden hier neben 50 Gemälden des französischen Kunst-Giganten auch über 100 Gemälde von Picasso, Braque, Matisse oder Derain zu sehen sein.

Originell: In Bielefeld brutzeln Köche im Januar in der Kunsthalle bei der Schau „Das Große Fressen” (ab 25. Januar) zum Motiv des Essens in der zeitgenössischen Kunst.

Und in Bonn gedenkt im Herbst die Bundeskunsthalle, die zuvor Schätze aus dem Kreml (ab 13. Februar) gezeigt hat, nach eigenen Angaben der Gründung des Mongolen-Reiches vor 600 Jahren: Unter dem Titel „Dschingis Khan und seine Erben” sind am Rhein herausragende Kultur-Zeugnisse zentralasiatischer Steppenreiche zu sehen. (dpa)

Weitere Infos im Internet

http://www.museum-folkwang.de
http://www.von-der-heydt-museum.de
http://www.museum-kunst-palast.de
http://www.heimat.de/suermondt
http://www.heimat.de/ludwigforum
http://www.moyland.de
http://www.bundeskunsthalle.de
http://www.kunstsammlung.de
http://www.museenkoeln.de/ludwig
http://www.bielefeld.de/de/kf/museen_galerien/kunsthalle