1. Kultur

Würselen: Von Bach und Beatles bis zu Barthel, dem Bären

Würselen : Von Bach und Beatles bis zu Barthel, dem Bären

Trompeten erschallen, ein Bär tappt musikalisch über die Bühne, das Aachener Sinfonieorchester erprobt seinen Klang unter freiem Himmel und der große Bach trifft auf die unverwüstlichen Beatles.

Beim Klassik-Sommer-Festival unter dem Motto „Ein Haus voll Musik” werden in der Zeit vom 18. bis 26. Juli Künstler der klassischen Unterhaltung auf der Open-Air-Bühne von Burg Wilhelmstein in Würselen-Bardenberg zu Gast sein. Wir sprachen mit dem künstlerischen Leiter Hans-Günter Leuchter.

Zum Auftakt gibt es den reizvollen Zusammenklang von Bach und Beatles, zum Abschluss eine feurige „Spanische Nacht”: Das Ensemble Classique wird am 18. Juli, 20 Uhr, unter dem Titel „Bach meets Beatles” das Klassik-Sommer-Festival auf Burg Wilhelmstein eröffnen und damit zugleich ein Gastspiel im Rahmen seiner von der Unesco geförderten Europatournee geben.

Und auch für das Klassik-Sommer-Festival 2003 hat die Unesco die Schirmherrschaft übernommen. Claus Happel, Vertreter der Organisation, wird an diesem Abend für die feierliche Eröffnung sorgen.

Danach gibt es ein Konzertprogramm mit Bearbeitungen unter anderem von Werken Johann Sebastian Bachs, Brahms, Tschaikowsky und Offenbach. Dixieland und - natürlich - das Beatles-Medley sorgen für eine lockere Mischung beim „Stern am Brass-Himmel”, wie man das renommierte Blechbläser-Ensemble gern nennt. „Bei uns wird die Hymne der Unesco erklingen”, freut sich Leuchter. „Damit hat das Klassik-Festival zugleich seine Eröffnungsfanfare.”

Kleine und große Zuschauer können danach einem Vierbeiner auf die Spur kommen: „Barthel der Bär” lautet der Titel eines musikalischen Märchens, das Henning Krautmacher erzählen wird - im sonstigen „Bühnen-Leben” übrigens Mitglied der „Höhner”.

„Das Stück kann man sich vorstellen wie ,Peter und der Wolf, es sind 70 spannende Minuten”, erläutert der musikalische Leiter, der an diesem Nachmittag Musikernachwuchs begrüßen wird: Es spielt die 70-köpfige Junge Sinfonie Köln unter der Leitung von Dirigent und Komponist Günter Hässy.

Brillanz im Klang zwischen den mächtigen Burgmauern verspricht ein Konzert mit dem Trompeter Gábor Boldocki. Der 26-jährige Ungar, der bei Maurice André studiert hat, konnte schon so manchen Preis erringen. 2004 wird er bei den Salzburger Festspielen als Solist mitwirken.

Auf Burg Wilhelmstein lässt er zusammen mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester unter der Leitung von Sebastian Tewinkel unter anderem Mozarts Divertimento KV 138, Vivaldis Konzert für Streicher und Trompete a-Moll und Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 3 sowie Werke von Neruda, Grieg, Telemann und Górecki erklingen.

Heimische Künstler bestimmen schließlich den Abschluss des Klassik-Festivals: Die Aachener Sopranistin Gundula Peyerl und das Sinfonieorchester Aachen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch gestalten eine „Spanische Nacht, in der Werke von Bizet, de Falla und anderen Komponisten des Landes auf dem Programm stehen sowie als spanisches Highlight Ravels „Bolero” - und Organisator Leuchter hofft mit seinem Publikum natürlich auf laue Sommernächte.