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Vaals: Viel Wege zu Johannes Brahms

Vaals : Viel Wege zu Johannes Brahms

Es gibt viele Wege, sich einem Komponisten zu nähern: Auf dem einen liegen - natürlich - dessen Werke.

Den anderen säumen zeitgenössische und musikwissenschaftliche Texte. Am meisten erfährt und spürt man jedoch, wenn sich beide Wege kreuzen.

Ein solches Zusammenführen hatte sich das AmadèO-Organisationsteam um den Intendanten Werner Janssen im Blick auf Johannes Brahms vorgenommen, als auf Schloß Vaalsbroek beim musikalisch-literarischen Abend die Frage gestellt wurde: „Lieben Sie Brahms?”.

Solisten und Orchestermusiker von internationalem Rang unter der Leitung von Andreas Frölich brachten vor gut gefüllten Rängen ein eigens für diesen Abend ausgewähltes und erarbeitetes Brahms-Programm zum Klingen. Die fast sprichwörtliche Schwermut des Komponisten arbeiteten sie dabei ebenso klar heraus wie heitere und fast beschwingte Momente.

Zwischen den einzelnen Musikstücken las Werner Janssen Auszüge aus „Johannes Brahms. Frei, aber einsam” von Constantin Floros. Auch diese Texte zeichneten das Bild eines Komponisten in facettenreicher Zerrissenheit zwischen Innen und Außen.

Am Sonntag, 24. Juli, 11 Uhr, beginnt in De Kopermolen, Von Clermontplein, Vaals, ein Kirchenkonzert mit Johann Sebastian Bachs Cello-Suiten Nr. 4 und 6 sowie dem Werl „Sharakan” des Gegenwartskomponisten Wolfgang Andreas Schultz.

Das Abschlusskonzert beginnt um 18 Uhr auf Schloss Vaalsbroek. Auf dem Programm: Werke von Bach, Grieg, Schultz und Dvorak.