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Aachen: Versuchte Entführungsfälle häufen sich

Aachen : Versuchte Entführungsfälle häufen sich

Nach den wiederholten Fällen versuchter Kindesentführung in der Aachener Region intensiviert die Polizei ihre Arbeit. „Wir müssen unbedingt Klarheit in die Sache bekommen”, betonte der Aachener Polizeisprecher Paul Kemen am Montag. Dabei stehe seine Behörde in engem Kontakt mit den Kollegen in Düren und den Niederlanden.

Wiederholt wurden in jüngster Zeit Kinder von Autofahrern angesprochen und festgehalten. Die Opfer konnten bislang immer fliehen. Neben den Fällen in Merzenich, Herzogenrath und Simmerath sowie im niederländischen Geleen ermittelt die Polizei weiter in einem ähnlichen Vorfall, der sich vor über zwei Monaten in Eschweiler ereignete. Für die Polizei eine ungewöhnliche Häufung, die nicht zu erklären sei.

Keine konkrete Spur

Trotz einiger Zeugenaussagen gebe es bislang keine konkrete Spur, erläuterte Kemen. Zudem „liegen nach Abgleich der Beschreibungen keine Erkenntnisse vor, dass es sich um den gleichen Täter handelt”. Da die Beschreibungen der jungen Opfer „zum Teil sehr vage und unterschiedlich sind”, werde derzeit auf ein Phantombild verzichtet.

Parallel zu den Ermittlungen setzt die Polizei auf Aufklärungsarbeit. Etwa in der Schule durch das Kommissariat Vorbeugung. „Man kann Kinder auf solche Situationen vorbereiten”, sagte Reiner Mundt, Opferschutzbeauftragter im Aachener Polizeipräsidium. „Wenn die Kinder die Verhaltensregeln befolgen, kann überhaupt nichts passieren.”