Moskau/Aachen: Verletzter Bolschoi-Ballettchef wird in Aachen behandelt

Moskau/Aachen: Verletzter Bolschoi-Ballettchef wird in Aachen behandelt

Der bei einem Säure-Anschlag schwer verletzte Ballettchef des Moskauer Bolschoi-Theaters, Sergej Filin, soll in Aachen weiterbehandelt werden. Filin werde in etwa einer Woche in eine Klinik kommen und dort dann nach mehreren Operationen in Moskau eine Phase der Rehabilitation durchlaufen.

Das teilte der amtliche Augenarzt des russischen Gesundheitsministeriums, Wladimir Nerojew, am Dienstag der Staatsagentur Ria Nowosti zufolge mit.

Der Tänzer war am 17. Januar nachts vor seiner Wohnung Opfer eines Anschlags mit Schwefelsäure geworden. Er trug schwere Verätzungen an Augen, Gesicht und Hals davon. Das Augenlicht des Tänzers sei gerettet worden. „Er sieht schon vergleichsweise gut für eine solche Verletzung”, sagte Nerojew.

Filin will auch künftig die mit mehr als 200 Tänzern größte Balletttruppe der Welt am Bolschoi-Theater in Moskau führen. Die Leitung hat vertretungsweise die frühere Primaballerina Galina Stepanenko (46) übernommen, Filins Ex-Frau.

Von dem Attentäter fehlt weiter jede Spur. Ermittler und die Theaterdirektion vermuten als Hintergrund für den Überfall Rivalitäten und Konkurrenzkampf unter Künstlern des Bolschoi.

(dpa)
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