Aachen: Verdienter Beifall beim dritten Kammerkonzert

Aachen : Verdienter Beifall beim dritten Kammerkonzert

Eine schöne Mischung aus ironisch gefärbten Raritäten und klassisch-romantischen Kostbarkeiten füllte das Programm des dritten Kammerkonzerts der Saison im gut gefüllten Spiegelfoyer des Theaters Aachen. Paul Hindemith sorgte mit dem skurrilen Duo „Musikalisches Blumengärtlein und Leyptziger Allerley“ für einen augenzwinkernden Auftakt.

Zu hören waren neun Miniaturen, in denen beliebte Musikstile am Rande des Kitschs frech verwurstet werden, was David Kindt (Klarinette) und Kontrabassist Chihoon Choi mit Vergnügen und spieltechnischer Versiertheit umsetzten.

Am Ende stand dann noch Richard Strauss‘ geniale Tondichtung zu Ehren des Königs der nachdenklichen Possenreißer, nämlich „Till Eulenspiegels lustige Streiche“, auf dem Programm. Natürlich nicht in symphonischer Besetzung, sondern in einer verkürzten, aber stilsicheren Version für fünf Instrumente von Walter Hasenöhrl. Erstaunlich, wie viel sich vom Esprit und Kolorit des Werks auch in der kleinen Besetzung, in der neben dem Klarinettisten noch Michael Roberts am Horn und Hasang Lee an der Violine den Ton angaben, erhalten konnte.

Seriöser ging es mit Felix Mendelssohn Bartholdys frühem, aber reifem und ausdrucksstarkem Streichquartett op. 13 Nr. 2 in a-Moll zu, das in reiner Damensetzung glänzen durfte. Manon Stassen und Stephanie Albers (Violine), Teresa Westermann (Viola) und Delphine Lacombe (Violoncello) gelang eine warm klingende, lyrisch geprägte Interpretation in homogenem Zusammenspiel. Gutes Einverständnis ließen auch die Pianistin Galina Ryjikova und der Cellist Claudius Wettstein in Beethovens anspruchsvoller Cello-Sonate op. 5 Nr. 2 g-Moll erkennen.

Viel Beifall des Publikums. Das Konzert wird heute Abend um 20 Uhr im Spiegelfoyer wiederholt.

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