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Maastricht: Verantwortung für diese Zeit

Maastricht : Verantwortung für diese Zeit

Die Stadt steht von Donnerstag bis Sonntag, 11. Juli, ganz im Zeichen der „Heiligdomsvaart”. Die Besucher der traditionellen Maastrichter Wallfahrt erwartet ein reichhaltiges Programm - diesmal rund um das Thema „Wir sind die Zeit”.

Das Programm umfasst neben den religiösen auch kulturelle Veranstaltungen. Die heutige Eröffnung am Brunnen des Heiligen Servatius und die Eucharistiefeier um 19 Uhr in der Basilika über dem Grab des Heiligen am „Vrijthof” bilden den Auftakt für das Veranstaltungsprogramm.

Heilige und Idole

Besonders in der Basilika können sich die Besucher täglich während einer Messe, einem Bittgottesdienst oder einer Andacht auf das Thema besinnen. Zehntausende werden vor allem das prachtvolle Schauspiel der großen Prozessionen an den beiden Sonntagen, 4. und 11. Juli, jeweils um 14.30 Uhr verfolgen.

In deren Zentrum stehen die Stadtreliquien, die in kostbaren Schreinen durch die Straßen getragen werden. Ausstellungen in den Maastrichter Museen und in der Schatzkammer der Basilika, aber auch Filme, Musik und Theatervorstellungen bilden das kulturelle Rahmenprogramm der „Heiligdomsvaart”.

„Heilige und Idole”

Besonders die Ausstellung „Heilige und Idole”, die noch bis Sonntag, 11. Juli, im Centre Céramique in der Stadtbibliothek zu besichtigen ist, schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie richtet sich vor allem an die Jugend. Ziel ist es, das Phänomen der Wallfahrt anhand der Rolle, die Idole heutzutage spielen, zu veranschaulichen.

Die „Heiligdomsvaart” war in ihrem Ursprung ein reines Reliquienfest, das bereits seit vielen Jahrhunderten rund um das Grab des Heiligen Servatius, dem ersten Bischof von Maastricht, zelebriert wird. Das aktuelle Thema und dessen Aufbereitung sollen den Besuchern einen Eindruck davon vermitteln, was es bedeutet, dass die Menschen selbst für die Zeit, in der sie leben, verantwortlich sind.