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Düsseldorf: Urteil: Stadt muss nicht für Radfahrer streuen

Düsseldorf : Urteil: Stadt muss nicht für Radfahrer streuen

Wer bei Schnee und Eis Fahrrad fährt, ist selber schuld, wenn er hinfällt. Er hat grundsätzlich keinen Schadenersatzanspruch gegenüber der zuständigen Gemeinde.

Diese ist lediglich zum Streuen von Gehwegen, Fußgängerüberwegen und gefährlichen Fahrbanstellen verpflichtet.

In einem vor dem Oberlandesgericht Oldenburg verhandelten Fall hatte ein Arbeitgeber Schadenersatz für sechs Wochen Lohnfortzahlung gefordert, nachdem eine Angestellte beim Radfahren schwer gestürzt war.

Zu Unrecht, meinten die Richter. Denn die Streupflicht der Kommunen gelte grundsätzlich nicht gegenüber Radfahrern, weil diese wesentlich schneller hinfallen können als Fußgänger.

Diese "besondere Gefahrenlage" für Radfahrer mache einen wirksamen Streudienst für Gemeinden nicht mehr zumutbar. Wer sich bei Glätte entscheidet, mit dem Fahrrad zu fahren, tue dies auf eigene Gefahr. (OLG Oldenburg, Az: 6U150/02).