1. Kultur

Ursula Klinger will den Krebs besiegen

Ursula Klinger will den Krebs besiegen

Aachen (an-o) - Ursula Klinger, Sportdirektorin und Trainerin der Wasserspringer des Deutschen Schwimmverbandes, ist an Leukämie erkrankt. Heute begibt sich die 55-Jährige zur Behandlung ins Aachener Klinikum.

Das Formulieren von klaren Zielen ist wohl eine der großen Stärken von Sportlern. So will die Aachenerin im kommenden Jahr in Athen "zum siebten Mal in Folge bei Olympischen Spielen dabei sein, um über herausragende Leistungen unserer Athleten das Wasserspringen finanziell gut abgesichert in den nächsten Olympiazyklus zu führen", sagt sie.

Ähnlich wie der an Darmkrebs erkrankte und mittlerweile wieder auf der Trainerbank sitzende Alemannia-Coach Jörg Berger steht Ursula Klinger der schweren Erkrankung offensiv und optimistisch gegenüber: "Mein Ziel ist es, diesen Kampf zu gewinnen und ebenso wie Jörg Berger wieder als Sportdirektorin und Trainerin zurückzukehren." Entscheidend für eine Genesung der 55-Jährigen ist die anstehende Knochenmarktransplantation, die in einer Essener Spezialklinik erfolgen soll. Bei der Suche nach einem geeigneten Spender wurden die Ärzte glücklicherweise schnell fündig - bei Ursula Klingers Bruder Werner Nadenau.

Erste Auffälligkeiten im Blutbild der dienstältesten deutschen Bundestrainerin wurden bereits im Juli vergangenen Jahres festgestellt. Die endgültige Diagnose Leukämie folgte dann vor wenigen Wochen. Die heute beginnenden Behandlungen werden wohl mindestens ein halbes Jahr dauern.