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Köln: Unternehmer wegen Entsorgung von 150 Tonnen Müll unter Verdacht

Köln : Unternehmer wegen Entsorgung von 150 Tonnen Müll unter Verdacht

Ein 32 Jahre alter Unternehmer hat in Köln womöglich 150 Tonnen mit Sondermüll kontaminiertes Erdreich illegal entsorgt.

Der wegen Umweltvergehen einschlägig bekannte Mann sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauerten an, erklärte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

Nach einer bis heute ungeklärten Brandstiftung waren Ende vergangenen Jahres im Kölner Stadtteil Porz die Reste einer Gaststätte sowie das angrenzende Gebäude eines Motorradclubs abgebrochen worden.

Dabei wurden die Keller der Gebäude mit sechs Sattelzugladungen eines Gemischs aufgefüllt, das der Entsorgungsunternehmer als Bauschutt und sogenanntem Siebsand deklariert hatte.

Ermittlungen ergaben, dass es sich bei ähnlichem Siebsand, den der Unternehmer in einer Kiesgrube entsorgt hatte, um Sondermüll der Schadstoffklasse Z2 handelt, der nur speziellen Deponien oder einer Müllverbrennungsanlage zugeführt werden darf.

Anhand einer Probebohrung soll am Freitag nun festgestellt werden, ob das im Keller der Gaststätte verwendete Material ebenfalls kontaminiert ist. In diesem Fall müsste das gesamte Areal komplett ausgebaggert werden und der Aushub in einer Sondermülldeponie entsorgt werden.