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Trainer kämpft um Job

Trainer kämpft um Job

Aachen (an-o/argo) - Manfred Lutter kämpft um seine Reputation. Der Aachener Boxtrainer wurde wegen kritischer Äußerungen vom Sportausschuss des Mittelrheinischen Amateurboxverbandes als Verbandstrainer suspendiert.

Im Gespräch mit den "Nachrichten" hatte Manfred Lutter seine Ansichten über Trainingsmethoden im Boxsport dargelegt - mit kämpferischen Aussagen. Den Bericht "Querdenker des Boxsports", den die "Nachrichten" am 15. November veröffentlicht haben, nahm der Sportausschuss des mittelrheinischen Boxverbandes allerdings zum Anlass, ihn auf Eis zu legen.

Unter anderem war in dem Artikel von "Kaninchenzüchtern" die Rede. Manfred Lutter legt Wert auf die Feststellung, dass "der Ausspruch so und in diesem Zusammenhang nicht genannt" wurde. Vielmehr habe sich seine Kritik allgemein gegen die verkrusteten Strukturen gewandt. Auch betreffe sein Plan, einen internationalen Trainingsstützpunkt in Aachen aufzubauen, den deutschen Boxverband nicht, da es sich um eine Initiative des Aachener Boxvereins Helios handele.

Aber das Missverständnis war in der Welt. Am 4. Januar findet die nächste Sitzung des Sportausschusses statt. Dann entscheidet sich, ob die Trainerkarriere des Querdenkers im Boxverband weitergeht. Der Vorsitzende des Ausschusses, Franz Zimmermann, sagte im Gespräch mit den "Nachrichten", er hoffe, dass sich die Sache zum Guten wende. Auch ihm liege der Kampf gegen verkrustete Strukturen am Herzen: "Wir sind für jede Veränderung dankbar."