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Aachen: Tipps für stressfreien Start in die Ferien

Aachen : Tipps für stressfreien Start in die Ferien

Reisetipps aus berufenem Munde bekamen unsere Leser am Freitag bei unserer Telefonaktion: Jacqueline Grünewald, Frank Höher und Hans Kessel vom ADAC standen für zwei Stunden in allen Fragen zur sommerlichen Urlaubsreise mit dem Auto Rede und Antwort.

Erstaunlich war für die Fachleute, dass trotz Internet die meisten Fragen der oft weiblichen Anrufer zum Streckenverlauf selbst eingingen. Gerne lieferten die ADAC-Mitarbeiter Detailauskünfte.

Die Fachleute raten vor allem immer wieder zu einer vernünftigen Abfahrtszeit: An den ersten Ferientagen sind Staus außer an den Knotenpunkten Richtung Süden wie dem Kölner Ring, Würzburg, Frankfurt oder München (noch) nicht unbedingt zu erwarten.

Viele fahren erst am dann kommenden Wochenende. Einige reisen lieber am Tag, andere starten in der Nacht. Das bietet sich besonders an, wenn kleinere Kinder mitfahren. Die können nämlich im Auto schlafen. Ausgeschlafen sollen jedoch Fahrer und Beifahrer sein.

Am eigenen Schlaf orientieren

Grünewalds Tipp: „Fahren Sie entsprechend Ihrem eigenen Biorhythmus!” Das heißt, der Abfahrtszeitpunkt soll sich möglichst an den eigenen Tiefschlafphasen orientieren. Da die individuell sind, sind auch die Abfahrtszeiten selbst individuell und das wirkt verkehrstechnischen Engpässen schonmal ein wenig entgegen. Dienstag und Mittwoch sind zu empfehlenden Abreisetage. Wenn sich das Wochenende schon nicht vermeiden lässt, dann bietet sich der Sonntag an. „Fahren Sie am besten dem Reiseverkehr immer hinterher und planen Sie wenn möglich Übernachtungen und auch einmal eine Landstraße ein”, rät Grünewald.

Viele Leser erkundigten sich nach Signalwesten für den Fall einer Panne auf Autobahn oder Landstraße. In Italien und Spanien ist der Fahrer mittlerweile verpflichtet, eine solche Weste nach EU-Norm 471 beim Verlassen des Fahrzeugs zu tragen. Ab dem 26. Juli gilt das auch für Portugal. Tut er es nicht, drohen Bußgelder.

Warndreieck nicht vergessen

Ein weiterer Tipp der Fachleute in Sachen Pannenhilfe: Alle übrigen Insassen des Autos sollen dieses im Fall der Fälle möglichst verlassen und sich hinter der Leitplanke aufhalten. Bei einem möglichen Auffahrunfall ist man hier am besten geschützt. Warndreieck in vernünftigem Abstand (nicht gerade fünf Meter vor dem Auto) nicht vergessen!

„Nehmen Sie Schrauben für das Reserverad mit”, raten Frank Höher und Hans Kessel. Viele Autos sind nämlich mit Alufelgen ausgerüstet und die haben andere Schrauben als Stahlfelgen. So scheitert der Reifenwechsel oft allein an der Befestigung.

Urlauber dürfen mit allen gültigen Führerscheinen (also auch grau- oder rosafarbenen) ins Ausland reisen. Allein das Foto sollte noch hinreichend erkennbar sein. Ein EU-Führerschein (sprich Scheckkartenformat) ist nur für das Beantragen eines internationalen Führerscheins Pflicht. Diesen braucht man in Nicht-EU-Ländern.

Die Scheckkarte liegt erst in sechs bis zwölf Wochen vor. Grundsätzliche Umtauschpflicht besteht nicht, empfiehlt sich aber, will man Schwierigkeiten vermeiden. „Planen Sie die Reise frühzeitig und umsichtig, setzen sich ausgeschlafen hinters Lenkrad”, raten die Fachleute. Dann steht einem stressfreien Sommerurlaub nichts mehr im Wege.