1. Kultur
  2. Theater

Die neue Saison an der Rheinoper: Zehn Premieren und zwei alte Aachener Bekannte

Die neue Saison an der Rheinoper : Zehn Premieren und zwei alte Aachener Bekannte

Die Deutsche Oper am Rhein stellt ihren neuen Spielplan vor. In Düsseldorf und Duisburg stehen 25 verschiedene Musiktheaterwerke auf dem Programm.

Zehn Premieren mit sechs Neuproduktionen stehen an der Rheinoper im Mittelpunkt der kommenden Saison. Drei der Opern werden zum ersten Mal in der 66 Jahre währenden Theaterehe der Städte Düsseldorf und Duisburg gespielt. Aber es sind keineswegs neue Werke. Eines davon ist Tschaikowskys „Die Jungfrau von Orléans“ (in Düsseldorf ab 3. Dezember). Ja, Tschaikowsky, in Kriegszeiten wie diesen durchaus bemerkenswert.

Das Leitungsteam mit Christoph Meyer als Generalintendant an der Spitze betont im Spielzeitmagazin: „Unsere Kunst kann diesen Krieg nicht stoppen. Aber sie ist das, was uns als Menschen ausmacht und verbindet, und sie kann uns angesichts einer großen Sprachlosigkeit eine Sprache jenseits der Worte geben. Komplexität, Vielstimmigkeit und Freiheit sind keine zufälligen Zeitgenossen.“ Hoffen wir auf differenzierte und komplexe Reaktionen, wenn der Mythos der französischen Geschichte, in Worte gefasst durch den deutschen Dichter Friedrich Schiller und komponiert vom russischen Komponisten sowie gestaltet und gesungen von einem internationalen Ensemble aufgeführt wird. Die effektvolle Grand Opéra inszeniert Elisabeth Stöppler, die im Dezember Bachs „Weihnachts­oratorium“ recht aktionistisch auf die Bühne gebracht hat. Die Musikalische Leitung übernimmt der Ungar Péter Halász, der von 2011 bis 2014 am Aachener Theater als 1. Kapellmeister engagiert war.

Noch eine Novität für die Deutsche Oper am Rhein ist Bellinis „La sonnambula“ (ab 26. Februar in Düsseldorf). In Johannes Eraths Inszenierung debütiert Adela Zaharia als Schlafwandlerin Amina in einer weiteren Titelpartie des Belcanto-Fachs. Und zum dritten – ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert und erstmals in der Rheinoper: Massenets „Hérodiade“ (ab 27. Mai in Düsseldorf).

Als weitere Neuproduktion hat Korngolds „Die tote Stadt“ am 16. April in Düsseldorf und am 17. Juni 2023 in Duisburg Premiere. Wagners romantische Oper „Der fliegende Holländer“ ist zunächst (ab 2. Oktober) in Duisburg zu sehen.

Für die jungen Zuschauer ab acht Jahren dürfen es dann neue Klänge sein: Moritz Eggerts Familienoper „Iwein Löwenritter“ (ab 14. Oktober in Düsseldorf) erzählt von Freundschaft und Liebe. Lucia Ronchetti vertont Erich Kästners Kinderbuchklassiker „Das fliegende Klassenzimmer“. Die Uraufführung ist am 14. Mai im Theater Duisburg zu erleben.

Los geht’s im Opernhaus Düssel­dorf mit Verdis „Macbeth“ am 4. September. Die Inszenierung von Michael Thalheimer ist jetzt zum Ende dieser Saison bereits in Duisburg zu erleben. Aber auch später in Düsseldorf wird der isländische Bariton Hrólfur Sæmundsson, der bis vor kurzem im Aachener Ensemble gesungen hat, den Macbeth geben.

www.operamrhein.de

(red)