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Aachen: Sternsinger sind unterwegs

Aachen : Sternsinger sind unterwegs

„Kinder suchen den Frieden” - und die Sternsinger des Bistums helfen dabei. Am Montag sendet Bischof Heinrich Mussinghoff wieder tausende von Kindern aus, um mit Gesang und Segenswünschen Geld zu sammeln für bessere Lebensbedingungen ihrer Altersgenossen in Kolumbien, dem Partnerland des Bistums Aachen.

Der Aussendegottendienst beginnt um 11 Uhr in St. Stephan in Krefeld, auch viele Aachener Kinder werden dort erwartet. Als Könige verkleidet werden sie bis zum 6. Januar, Wind und Wetter trotzend, von Haus zu Haus ziehen, dort ein paar Lieder singen und den Segensspruch „20C+M+B+90” mit Kreide über die Türen malen. „20C+M+B+90” steht für „Christus mansionem benedicat”, was „Christus segne dieses Haus” heißt.

Seit rund 40 Jahren tobt in Kolumbien ein Bürgerkrieg zwischen Militär, Guerilla und paramilitärischen Gruppen. Die Gewalt drückt sich in Landvertreibungen, Morden und Verstümmelungen und kriminellen Vereinigungen aus, die sich besonders in Armenvierteln breitmachen. Darunter leiden die Schwachen, die Kinder und die Jugendlichen. Für diese ist Friede ein ferner Traum.

Darauf verweisen die Cometas, kleine bunte Zierdrachen, die im südamerikanischen Land ein Zeichen des Friedens sind. Jeder Sternsinger, der heute am Aussendegottesdienst teilnimmt, erhält einen Zierdrachen.

Organisatoren der Sternsingeraktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger” aus Aachen und der Bund der katholischen Jugend (BdkJ).

Auch in Aachen werden kleine Sternsinger an Türen klingeln. Über die jeweilige Pfarre können sie aber auch bestellt werden.