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Mönchengladbach: Stadt: Keine Hinweise auf Gefahr für Gladbacher Kinder

Mönchengladbach : Stadt: Keine Hinweise auf Gefahr für Gladbacher Kinder

Der Stadt Mönchengladbach hat nach Angaben eines Sprechers kein Hinweis auf eine Gefahr für die zwei am Montag getöteten Kinder vorgelegen. Sie sollen von ihrer Mutter ermordet worden sein.

Medienberichte, wonach das Jugendamt vor der Tat in der Wohnung gewesen sei, seien falsch, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Die Familie sei kein Hilfefall des sozialen Dienstes der Stadt gewesen. Die für das Wohngebiet zuständige Betreuerin habe auch keinen Hinweis auf eine Gefahr für das Wohl der Kinder erhalten.

„Nach derzeitigem Stand ist kein Hinweis eingegangen”, sagte der Sprecher. Es werde aber weiter überprüft, ob womöglich an anderer Stelle in der Stadtverwaltung ein Anruf eingegangen sei. Die 36-jährige Mutter soll die Trennung von ihrem Ehemann nicht verkraftet haben. Gegen die Frau wurde Haftbefehl wegen Mordverdachts erlassen. Zugleich hatte ein Richter die Unterbringung und Begutachtung der depressiven Frau in einer Psychiatrie angeordnet. Sie schweigt zu den Tatvorwürfen.

Die zweijährige Jasmina und der achtjährige Souhail waren in der Nacht zum Montag ermordet worden. Ihre Leichen waren von Polizisten im Kinderzimmer entdeckt worden und äußerlich unversehrt. Außer der Mutter war niemand in der Wohnung gewesen.

Die Schwester der Frau hatte die Polizei mit dem Hinweis alarmiert, dass sie sich große Sorgen um ihre Schwester und die Kinder mache. Zur Todesursache halten sich die Ermittler aus taktischen Gründen weiterhin bedeckt. Die Ursache sei aber durch die Obduktion einwandfrei geklärt worden.