Spielplan des Das Da Theaters für die Spielzeit 2019/2020 steht

Spielplan des Das Da Theaters : Unfall in Tihange, suchende Menschen und ein autistischer Mann

Ein Unfall im Kernkraftwerk Tihange, Menschen, die neue Ziele suchen, ein autistischer Mann in einer Gesellschaft, die er nicht versteht und die ihn nicht versteht: Das Aachener Das Da Theater nimmt seine Zuschauer mit in diese Welten und setzt auf die Kraft des Schauspiels, das zum Lachen ist und zugleich zu Tränen rührt. So ist der Spielplan für die Spielzeit 2019/20120 ausgewogen und spannend.

Theaterleiter Tom Hirtz zeigt sich zusammen mit Kollegin Maren Dupont risikofreudig. „Wir wünschen uns, dass man nach den Stücken sein Leben ein wenig anders sieht“, betonte Hirtz bei der Vorstellung des Programms.

63.206 Zuschauer, 97 Prozent Auslastung und ein Umsatz von rund 1,2 Millionen Euro in der letzten Spielzeit geben dem Team Recht. Zu 78 Prozent Eigeneinnahmen kommen 13 Prozent Spenden und nur neun Prozent Zuschüsse von Stadt und Land. „Seit Gründung des Theaters hat sich das nicht geändert“, meint Hirtz. „Inzwischen haben wir 36 Mitarbeiter. Wir haben mehr Beachtung verdient.“ Neu: Ab heute kann man Tickets online kaufen, und es werden weitere Abonnements angeboten.

Was im Haus an der Liebigstraße oder bei den Rundreisen in Schulen und Kitas auf die Bühne kommt, ist durchdacht und außergewöhnlich. Zum Beispiel „Rain Man“. Der Kinofilm (1988) mit Dustin Hoffman in der Rolle des Autisten hat bewegt. Seit 2010 gibt es den Stoff als Stück, das in Stuttgart Manfred Langner, langjähriger Intendant des Grenzlandtheaters Aachen, uraufgeführt hat. Stolz ist das Theater auf die Uraufführung von „Die Wolke“ nach einem Roman, den Gudrun Pausewang 1986 aufgrund der Tschernobyl-Katastrophe schrieb. „Sie ist einverstanden, dass wir das auf Tihange umschreiben“, erzählt Hirtz vom Kontakt mit der 91jährigen Autorin. Sie gestattet Aachen die Uraufführung.

Musikalisch wird es bei „Auf und davon“, einer Aussteiger-Geschichte, die Maren Dupont mit vielen Songs auf die Bühne bringt. Shakespeare bleibt Dauerbrenner auf Burg Frankenberg. Diesmal erscheint der Dichter persönlich: „Shakespeare in Love“ – opulent, temperamentvoll und historisch. Eine Hommage an Hildegard Knef, Kabarett mit Moritz Netenjakob, das Theaterdinner auf Gut Hebscheid und eine Menge Kindertheater runden die Spielzeit ab, darunter mit „Der Grüffelo“ (bereits am 3. August auf Burg Wilhelmstein zugunsten der Hospizstiftung) ein Klassiker zum Thema Mut und Angst sowie „Ben & Becca“, bei dem das heikle Thema Missbrauch angesprochen wird. Infos im Internet: https://dasda.de/

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