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Aachen: Spaß mit Petticoats und Pomade: Das Musical „Grease”

Aachen : Spaß mit Petticoats und Pomade: Das Musical „Grease”

Das unvermeidliche Haargel als Schmiermittel des heutigen Schönheitsideals hieß damals noch Pomade, und die Babydolls turnten in knittrigen Pettycoats herum - das waren noch Zeiten, die Fiftees.

Vor dreißig Jahren mit „Grease” zuerst als Musical von Jim Jacobs und Warren Casey am Broadway und dann vor 25 Jahren als Film nostalgisch wieder aufgelebt.

Aber Schluss ist damit noch lange nicht: „Grease” geht auf Jubiläumstournee und macht von insgesamt 250 Vorstellungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an drei Abenden hintereinander Station im Aachener Eurogress (10., 11., 12. Dezember, 20 Uhr). Produzent ist Wolfgang Boksch, der alle großen Broadway-Musicals nach Europa gebracht hat.

Der John Travolta heißt diesmal Brian Mills, wuchs in Florida auf, studierte Musik und lebt in Las Vegas. Er verkörpert in der Bühnenshow jene Figur des Danny, mit der auch ein bis dato völlig unbekannter Hollywood-Mime in London seinen Einstand gab: Richard Gere.

Trotz seiner jugendlichen Jahre hat Brian keine Probleme, sich in die Musik, die Zeit und überhaupt in die eigentümliche Ästhetik der Fünfziger hineinzuversetzen: „Die Musik ist einfach zeitlos”, meint er beim Besuch unserer Zentralredaktion in Aachen.

„Außerdem geht es hauptsächlich um das eine: fun, fun, fun!” Womit „Grease” beim Lebensgefühl unserer Tage sicher nicht so ganz danebenliegt. Renee Hoffman an seiner Seite, die Zweitbesetzung für die Hauptrolle der Sandy, sieht es genau so: Spaß, das sei das große Thema von „Grease” - unvergleichlich ausgedrückt in Tanz, Musik und Gesang.

Ein eingeschweißtes Team von 23 Künstlern, 20 Techniker und acht Musiker der Band bringen „Grease” in der Inszenierung von David Gilmore auf die Bühne, dessen Produktion bereits seit sieben Jahren erfolgreich in London läuft und in Australien und Neuseeland ganze Arenen gefüllt hat.

Die Show orientiert sich stark an der Filmvorlage, übertrifft dessen Wirkung durch einen entscheidenden Vorteil, wie Brian versichert: die Live-Atmosphäre eben. Sowie liebevoll gestaltete Kostüme und natürlich Frisuren - so um die 50 Dosen Haarspray gehen pro Vorstellung drauf, heißt es. Und an die 160 Kilo Trockeneis machen dem Musical Abend für Abend Dampf, damit die Fiftees ganz schön „roaren” . . .