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Köln: Serienvergewaltiger muss für zehn Jahre ins Gefängnis

Köln : Serienvergewaltiger muss für zehn Jahre ins Gefängnis

Das Kölner Landgericht hat am Mittwoch einen 26-Jährigen wegen einer Serie von Vergewaltigungen für zehn Jahre hinter Gitter geschickt.

Laut Anklage hatte der Angeklagte von 2003 bis 2006 mindestens acht Frauen am Wochenende nachts auf dem Heimweg verfolgt und sie im Hausflur ihrer Wohnungen zum Sex gezwungen. Zivilfahndern war der Mann 2006 ins Netz gegangen, weil er - offensichtlich auf der Suche nach einem neuen Opfer - in einem Gebüsch gehockt hatte.

Er wurde durch einen DNA-Abgleich überführt. Bei sämtlichen Opfern, die sich gewehrt und ihn gekratzt hatten, war nach einem Fingernagelabgleich DNA-Material sichergestellt worden. Zunächst hatte der Angeklagte die Tat geleugnet und „Erinnerungslücken” vorgetäuscht.

Nachdem eine psychiatrische Sachverständige weder übermäßigen Drogen- noch Alkoholkonsum bestätigt hatte, gab er am letzten Verhandlungstag ein Geständnis ab. Die Staatsanwältin hatte eine neunjährige Freiheitsstrafe gefordert und wegen der besonderen Gefährlichkeit des Angeklagten zusätzlich Sicherungsverwahrung beantragt. Die Strafkammer ging mit ihrem Urteil über das beantragte Strafmaß hinaus, verzichtete jedoch auf eine Verhängung der Sicherungsverwahrung.