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Sehr viel Technik für die Gesundheit

Sehr viel Technik für die Gesundheit

Düsseldorf (an-o/dpa/Nachr.) - Die größte Medizintechnik-Messe der Welt führt bis Samstag in den Düsseldorfer Messehallen weit über 100.000 erwarteten Besuchern die neuesten Produkte von 3.600 Ausstellern aus 65 Ländern vor. Die "Medica 2002" steht jedem offen.

Fortschritte für Arzt und Patienten bringen zum Beispiel die Entwicklungen der Telemedizin: Dank UMTS-Breitbandtechnik können wichtige Krankendaten wie Herzfrequenz, Blutdruck oder EKG in großen Mengen schnell - etwa zur Notaufnahme nach einem Unglück - übertragen werden. Problempatienten bleiben damit auch im eigenen Heim statt in der Klinik unter ständiger Beobachtung des Arztes. Als kleiner Helfer beim Hausbesuch wie auch am Klinikbett können Ärzte die neuen Taschen-Computer nutzen, die Leistungen, Befunde und Diagnosen speichern und spätere umständliche Doppelerfassungen überflüssig machen.

Kaum größer als eine Scheckkarte ist ein Schnelltest zur Herzinfarkt-Diagnose, der ein bestimmtes Markerprotein im Blut nachweisen kann. Neu auch ein Atemtest, bei dem sich binnen Sekunden medizinisch aussagekräftige Spurengase wie Ethan im Atem nachweisen und so etwa Diabetes oder Arteriosklerose diagnostizieren lässt. Der oft lebensrettenden Früherkennung von Prostatakrebs dient eine Methode zur Bestimmung eines bestimmten Antigens aus dem Blut.

Auch Aachen vertreten

Ein erstmals auf der Medica vorgestelltes Verfahren ermöglicht die Überwachung der Hirnfunktion während der Hirnoperation, um unnötige Schädigungen bei der Tumor-Entfernung zu vermeiden. Auch die Hochschulen und Forschungseinrichungen der Aachener Region sind mit verschiedenen Entwicklungen auf der Messe vertreten. Die 34. Medica belegt die Hallen 1 bis 17. Sie ist heute und morgen von 10 bis 19, am Samstag bis 17 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte (Fahrpreis im VRR inbegriffen) kostet 19 Euro, für Auszubildende 10 Euro.