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Köln: Schwarzfahrern drohen höhere Strafen

Köln : Schwarzfahrern drohen höhere Strafen

Schwarzfahrern in Bussen und Bahnen drohen härte Strafen. Das so genannte erhöhte Beförderungsentgelt solle bei Ersttätern von 40 auf 60 Euro steigen.

Das sagte Friedhelm Bihn, Sprecher des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), am Samstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Köln. Wiederholungstätern drohe ein Strafgeld bis zu 120 Euro. Der VDV habe einen entsprechenden Antrag an das Bundesverkehrsministerium gestellt. Ein Ministeriumssprecher bestätigte, der Antrag werde geprüft.

Ein Strafgeld von 40 Euro sei angesichts der allgemeinen Preisentwicklung nicht mehr zeitgemäß, sagte Bihn. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern liege das deutsche Strafgeld für Schwarzfahrer „weit am Ende”. In der Bundesrepublik habe es zudem seit mehreren Jahren keine Anhebung des Strafgelds mehr gegeben.

„Die Zahl von Schwarzfahrern ist im Wesentlichen nicht gestiegen, weil wir eine Menge tun”, sagte Bihn. Als Beispiel nannte er die Regelung, wonach Fahrgäste nur vorne in Busse einsteigen dürfen. Dies sei eine Form der Kontrolle. Die Schwarzfahrerquote in Deutschland liegt laut VDV-Angaben zwischen zwei und drei Prozent.

Der Schaden für die Verkehrsunternehmen betrage mindestens 250 Millionen Euro im Jahr. Um Wiederholungstäter zu erkennen, sollen die Daten der ertappten Schwarzfahrer bei den betroffenen Verkehrsunternehmen für zwei Jahre gespeichert werden. Bihn bestätigte damit einen Bericht des „Westfalen-Blatts”.

Sollte das Bundesverkehrsministerium einem erhöhten Strafgeld zustimmen, liegt es im Ermessen der einzelnen deutschen Verkehrsverbünde, ob sie das erhöhte Beförderungsentgelt bis zur dann festgelegten Maximalgrenze anheben.

Wegen der Absprache mit anderen Institutionen und der Prüfung rechtlicher Grundlagen sei derzeit noch unklar, wann mit einem Ergebnis zu rechnen sei, sagte der Ministeriumssprecher.