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Kreuzau: Schulleiter: Gewaltvideo war nur gestellt

Kreuzau : Schulleiter: Gewaltvideo war nur gestellt

Nach den Fällen von Schulgewalt in Berlin haben zehn Schüler der Realschule in Kreuzau mit einem gestellten Gewaltvideo-Film für Wirbel gesorgt.

„Die Jungen haben ganz einfach die Vorfälle in Berlin gesehen und versucht, so was nachzuahmen, dabei den Mitschüler aber nicht verletzt”, sagte Schulleiter Eckhard Voigt am Dienstag nach Medienberichten. Der 16- jährige Junge, der bei dem Video „Scheinschläge” erhalten habe, sei „in keinster Weise verletzt worden”, betonte Voigt.
„Man hat ein Video gedreht, das nach Gewalt aussah”, sagte der Schulleiter.

Aufgeflogen sei der Vorfall, weil eine Schülerin sich an die Schulleitung gewandt habe. Ein ebenfalls 16-jähriger Junge habe das Video zuvor auf der Internetseite der Schulklasse eingestellt und es anschließend dem Mädchen voller Stolz gezeigt. „Als ihm klar wurde, was er da gemacht hat, hat er geweint und Angst davor gehabt, was seine Mutter dazu sagt”, betont Voigt. Das Video sei sofort gelöscht worden.

Eine Lehrerkonferenz werde sich mit dem Fall beschäftigen.