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Aachen: Schottin McKenzie im Aachener Kunstverein

Aachen : Schottin McKenzie im Aachener Kunstverein

Nach dem Eintritt in die alte Stadtgartenvilla des Neuen Aachener Kunstvereins wähnt man sich urplötzlich in einer Casa Pompejis mit ihren uralten Säulen - wäre da nicht die mit Neonröhren bestückte nackte Betondecke über den antiken Architektur-Versatzstücken.

Trompe loeil-Gemälde, eine verblüffend echt wirkende Illusionsmalerei , hat die junge schottische Künstlerin Lucy McKenzie auf die Wände des unteren Ausstellungsraum aufgetragen.

Im oberen Stockwerk präsentiert McKenzie den dazugehörigen zweiten Teil ihrer gebäudefüllenden Installation, die sie dem britischen Avantgarde-Künstler und Begründer der Gruppe Roxy Music Brian Eno gewidmet hat - zeichnerische Porträts ihrer Freunde.

Die Künstlerin reflektiert mit ihrer Arbeit die Möglichkeiten und Perspektiven künstlerischer Intentionen zwischen dem Entwurf von Visionen und bloßer Dekoration.

Brian Eno repräsentiert im Verständnis Lucy McKenzies mit seinem vielfältigen Schaffen das ganze Spektrum künstlerischer Ausdrucks- und Absichtsmöglichkeiten, er bildet auf hintergründige Weise nur die geistige Bezugsgröße zu der Installation, ist selbst nicht in ihr zu entdecken.

Die Ausstellung wird am Samstag um 20 Uhr von Elke Ritt vom British Council und Regina Wyrwoll, Generalsekretärin der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW eröffnet.