1. Kultur

Düsseldorf: Schon zehn Badetote in NRW zu beklagen

Düsseldorf : Schon zehn Badetote in NRW zu beklagen

Jahr für Jahr kommt mit Sommerbeginn und steigenden
Temperaturen an Badegewässern eine Flut von Einsätzen auf die Rettungskräfte zu. Mindestens zehn Menschen sind seit Einsetzen der Hitzeperiode in Nordrhein-Westfalen bereits beim Baden ums Leben gekommen.

Besonders in den Flüssen wird die Abkühlung schnell zur Todesfalle. Allein aus dem Rhein wurden bereits drei Ertrunkene geborgen. Zuletzt hatte ein vier Jahre alter Junge den Ausflug in ein Erlebnisbad im westfälischen Hamm nicht überlebt.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) verzeichnete im vergangenen Jahr landesweit 84 tödliche Badeunfälle. „Die größte Gefahr besteht beim Baden im Rhein”, sagte Ramon van der Maat von der Duisburger Wasser- und Schifffahrtspolizei. Die Strömungen und auch der Schiffsverkehr auf der insgesamt rund 220 Kilometer langen Bundeswasserstraße würden von vielen Schwimmern unterschätzt. Dabei ist das Baden im Rhein bis auf Ausnahmen erlaubt.

„Wenn die Leute zur Abkühlung mit den Füßen ins Wasser gehen, dann ist das okay”, so van der Maat. Gefährlich werde es vor allem für Kinder, „wenn sie schon bis zur Badehose im Wasser stehen. Die erste Welle wirft sie um, die zweite nimmt sie mit”.

Erste Hilfe müsse im günstigsten Fall innerhalb der ersten drei bis fünf Minuten geleistet werden, sagte Martin Janssen vom DLRG-
Bundesverband. Dabei sei es je nach Örtlichkeit nicht unbedingt ratsam, hinterher zu springen und den Ertrinkenden an Land zu ziehen: „Ein langer Stock oder auch das Reichen eines Jackenärmels kann manchmal schon Leben retten.”

So warnt die DLRG auch im Internet: „Wer leichtsinnig und zu sorglos ist, bringt sich und andere in Gefahr. Die meisten Unfälle ereignen sich nicht, sie werden verschuldet.”